Borealis Data Center auf 6,6 Millionen Dollar wegen Hardware-Leasing verklagt
Der isländische Rechenzentrumsbetreiber Borealis Data Center sieht sich mit einer Klage über 6,6 Millionen Dollar wegen angeblicher Verstöße gegen Mietverträge für Mining-Hardware konfrontiert.
Borealis Data Center, ein bedeutender Akteur der isländischen digitalen Infrastruktur, steht vor dem Bezirksgericht Reykjavík einer Klage gegenüber. Die Firma Adomat & Heidenblut M 1 ehf, die zur deutschen CT Cap-Gruppe gehört, macht Forderungen in Höhe von 6,6 Millionen Dollar geltend. Es geht dabei um einen Mietvertrag für rund 2 000 spezialisierte Bitcoin-Mining-Rechner, der im Sommer 2022 abgeschlossen wurde.
Das isländische Unternehmen Borealis befindet sich zu 92,2 Prozent im Besitz des französischen Infrastrukturfonds Vauban Infrastructure Partners. Der Rechtsstreit unterstreicht die finanziellen Risiken bei Leasingverträgen für hochspezialisierte Hardware in einem Marktumfeld, das von hoher Volatilität und schnellen Wertverlusten der Technologie geprägt ist.
Analysten beobachten das Verfahren genau, da es Einblicke in die Vertragsgestaltung zwischen internationalen Infrastrukturinvestoren und spezialisierten Technologieanbietern gibt. Der Ausgang des Prozesses könnte Präzedenzwirkung für ähnliche Leasingmodelle in der isländischen Rechenzentrumsbranche haben.
Das Gericht wird nun die strittigen Punkte des Leasingvertrags prüfen. Eine Entscheidung über die Haftung des Unternehmens steht noch aus.