Bosch und AIT kooperieren bei der Erforschung von Federated Learning
Bosch Research und das Austrian Institute of Technology starten ein dreijähriges Forschungsprojekt zur Anwendung von Federated Learning in industriellen Systemen.

Die Robert Bosch GmbH und das Austrian Institute of Technology (AIT) haben eine dreijährige Forschungskooperation im Bereich des föderierten Lernens (Federated Learning) vereinbart. Das gemeinsame Projekt zielt darauf ab, Machine-Learning-Algorithmen so zu implementieren, dass Maschinen voneinander lernen können, ohne dass sensible Rohdaten zentral ausgetauscht werden müssen.
Beim Federated Learning trainieren die Geräte ihre Modelle lokal auf ihren eigenen Steuergeräten. Nur das durch den Lernprozess gewonnene Wissen wird in der Cloud zusammengeführt, um ein verbessertes Gesamtmodell für die gesamte Maschinenflotte zu erstellen. Dies erhöht den Datenschutz und ermöglicht es, das kollektive Wissen einer Flotte – beispielsweise bei der Erkennung von Betriebsanomalien oder der Leistungsoptimierung unter extremen Bedingungen – für alle Einheiten nutzbar zu machen.
Das AIT fokussiert sich dabei auf die wissenschaftliche Entwicklung neuer Algorithmen, während Bosch die industriellen Anforderungen und Anwendungsbeispiele einbringt. Ziel ist die Entwicklung skalierbarer Methoden, die in verschiedenen Geschäftsbereichen von Bosch zur kontinuierlichen Verbesserung von Produkten während des Betriebs eingesetzt werden können.