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Wissenschaft

Bosch forschte bereits in den 1960ern an Brennstoffzellen

Robert Bosch GmbH begann 1964 mit der Forschung an Brennstoffzellentechnologie. Frühe Arbeiten des Unternehmens konzentrierten sich auf Effizienz und potenzielle Anwendungen jenseits der Raumfahrt.

28. Juni 2026
Bosch forschte bereits in den 1960ern an Brennstoffzellen

Der deutsche Technologiekonzern Robert Bosch GmbH begann bereits 1964 mit der Forschung und Entwicklung im Bereich der Brennstoffzellentechnologie. Dies markierte eine frühe Auseinandersetzung mit einer Technologie, deren grundlegende Prinzipien seit dem 19. Jahrhundert bekannt waren.

Die erste wissenschaftliche Veröffentlichung des Unternehmens zu Brennstoffzellen erschien im Juni 1964. Laborversuche zeigten damals Wirkungsgrade von etwa 85 Prozent für den elektrochemischen Prozess, deutlich höher als die rund 30 Prozent Wirkungsgrad, die durch die Verbrennung von Wasserstoff und Sauerstoff zur Wärmeerzeugung erzielt wurden.

Werner Herrmann, Leiter des Labors für elektrochemische Energieversorgung bei Bosch, sah praktische Anwendungsmöglichkeiten für die Stromerzeugung, unter anderem in der Raumfahrt. Er rechnete zwar mit einer schnellen Ausweitung auf Straßenfahrzeuge, doch frühe Erfolge waren eher auf spezialisierte Einsätze ausgerichtet, wie das Brennstoffzellensystem der Apollo 11-Mondmission.

Die Überführung des Konzepts in ein Massenmarktprodukt blieb trotz der frühen Forschung eine erhebliche Herausforderung, bedingt durch Probleme bei Haltbarkeit, Leistung und Kosten. Diese Kernherausforderung besteht fort, während Bosch weiterhin Technologien zur Wasserstofferzeugung, -speicherung und -nutzung entwickelt, um eine breitere Anwendung der Brennstoffzellentechnologie zu ermöglichen.

Originalquelle: bosch.com