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Technologie

Bosch erweitert Fahrzeugfunktionen durch Edge-Cloud-Computing

Robert Bosch GmbH beteiligt sich am europäischen Projekt IPCEI-CIS zur Entwicklung sicherheits- und zeitkritischer Fahrzeuganwendungen mittels Edge-Cloud-Computing.

23. Juni 2026
Bosch erweitert Fahrzeugfunktionen durch Edge-Cloud-Computing

Renningen, Deutschland – Robert Bosch GmbH hat seine Teilnahme am europäischen Projekt IPCEI-CIS begonnen, das darauf abzielt, Fahrzeugfunktionen durch den Einsatz von Edge-Cloud-Computing zu erweitern. Die Initiative zielt darauf ab, Lösungen für die Implementierung von sicherheits- und zeitkritischen Anwendungen innerhalb einer dezentralen Softwareinfrastruktur zu schaffen.

Moderne Fahrzeuge setzen zunehmend auf softwaredefinierte Funktionen, wie fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme. Diese erfordern jedoch erhebliche Rechenleistung und Energie im Fahrzeug, was potenziell die Reichweite von Elektrofahrzeugen einschränkt und die Kosten erhöht. Darüber hinaus ist der Umfang von Software-Updates während der Lebensdauer eines Fahrzeugs durch die Bordhardware begrenzt.

Bosch erforscht nun ein Modell, bei dem einige dieser anspruchsvollen Funktionen in eine externe Edge-Cloud-Umgebung ausgelagert und über 5G-Technologie mit dem Fahrzeug verbunden werden. Dieser Ansatz könnte die interne Verarbeitungsbelastung im Fahrzeug reduzieren, die Energieeffizienz verbessern und flexiblere Software-Updates ermöglichen.

Das Projekt „CUBE-C — Cyber-Physical Systems (CPS) Cloud Continuum“ ist Teil der breiteren, von der EU geförderten Initiative IPCEI-CIS, an der über 100 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus zwölf EU-Mitgliedsstaaten beteiligt sind. Bosch zielt darauf ab, in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Unternehmen und Telekommunikationsanbietern Lösungen zu entwickeln, die technologische Abhängigkeiten reduzieren und neue datengesteuerte Geschäftsmodelle ermöglichen, insbesondere in den Bereichen künstliche Intelligenz und Internet der Dinge (IoT).

Bosch leitet das Projekt und entwickelt Methoden, Module und Werkzeuge in Zusammenarbeit mit den Geschäftsbereichen und der Tochtergesellschaft ETAS des Unternehmens. Ziel ist es, die neuesten Forschungsergebnisse direkt in die Produktentwicklung zu integrieren und sie auch außerhalb von Bosch verfügbar zu machen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt soll 2026 abgeschlossen werden.

Originalquelle: bosch.com