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Boschs Werbegeschichte: Vom „roten Teufel“ zum einheitlichen Markenauftritt

Robert Bosch GmbH begann seine Werbeaktivitäten 1887 in der Stuttgarter Tagespresse. Das Unternehmen professionalisierte seine Werbung im Laufe der Zeit, beauftragte Künstler und entwickelte eine einheitliche Markenidentität.

25. Juli 2026
Boschs Werbegeschichte: Vom „roten Teufel“ zum einheitlichen Markenauftritt

Robert Bosch GmbH schaltete im Februar 1887, kurz nach der Unternehmensgründung, die ersten Anzeigen in der Stuttgarter Tagespresse. Obwohl Firmengründer Robert Bosch die Produktqualität als primäres Verkaufsargument hervorhob, wurde die Notwendigkeit von Werbung für den Vertrieb schnell erkannt.

Eine bedeutende Entwicklung ereignete sich im Frühjahr 1906, als Verkaufsleiter Hugo Borst eine groß angelegte Werbekampagne in den Vereinigten Staaten für das damalige Hauptprodukt des Unternehmens, die Magnetzündung, initiierte. Diese Kampagne führte zu einer erheblichen Umsatzsteigerung und unterstrich die Wirksamkeit von Werbung. Nach diesem Erfolg begann Bosch, namhafte Gebrauchsgrafiker mit der Gestaltung von Plakaten zu beauftragen und etablierte in den 1920er Jahren ein einheitliches Erscheinungsbild für Elemente wie Schaufensterdekorationen.

Ein bemerkenswertes frühes Werbemittel war das Maskottchen „roter Teufel“, das um 1909 vom Künstler Julius Klinger, inspiriert vom Rennfahrer Camille Jenatzy, geschaffen wurde. Dieses Maskottchen war besonders bei amerikanischen Kunden beliebt. Nach dem Ersten Weltkrieg musste jedoch auf seine weitere Verwendung verzichtet werden, da die US-Vermögenswerte von Bosch enteignet wurden und ein konkurrierendes amerikanisches Unternehmen die Rechte am Maskottchen beanspruchte.

In den 1910er Jahren übernahm Bosch den minimalistischeren „Sachplakat“-Stil, beeinflusst durch den Gebrauchsgrafiker Lucian Bernhard. Dieser Ansatz konzentrierte sich auf eine klare, direkte Produktabbildung mit prägnantem Text. Nach dem Ersten Weltkrieg führte Bosch ein neues Markenzeichen ein: den Anker in einem Kreis, der bis heute in Gebrauch ist. Bernhard war auch für die Gestaltung von Werbematerialien verantwortlich, die dieses neue Markenbild integrierten.

Originalquelle: bosch.com