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Technologie

Bosch ESP: 30 Jahre elektronisches Stabilitätsprogramm

Bosch feiert das 30-jährige Bestehen seines elektronischen Stabilitätsprogramms (ESP). Das System hat schätzungsweise 750.000 Unfälle verhindert und über 22.000 Leben in der EU und Großbritannien gerettet.

25. Juli 2026
Bosch ESP: 30 Jahre elektronisches Stabilitätsprogramm

Der Technologiekonzern Robert Bosch GmbH feiert in diesem Jahr das 30-jährige Jubiläum seines elektronischen Stabilitätsprogramms (ESP). Das 1995 eingeführte System hat die aktive Sicherheit von Fahrzeugen revolutioniert und gilt als eine der bedeutendsten Innovationen des Unternehmens.

Laut Bosch hat das ESP-System allein in der Europäischen Union und Großbritannien bis 2025 rund 750.000 Unfälle mit Personenschaden verhindert und über 22.000 Menschenleben gerettet. Weltweit hatte Bosch bis 2020 mehr als 350 Millionen Antischleudersysteme geliefert.

Die Entwicklung des ESP begann Anfang der 1990er Jahre. Das Herzstück des Systems ist ein Gierraten-Sensor, der die Drehbewegung des Fahrzeugs misst. Bei Bedarf kann das System einzelne Räder abbremsen und die Motorleistung reduzieren, um ein Kontrollverlust des Fahrzeugs in kritischen Situationen, wie Ausweichmanövern, zu verhindern. Das System erhielt aufgrund seiner Wirksamkeit schnell den Spitznamen "elektronischer Schutzengel".

Die Entwicklung eines kostengünstigen Gierraten-Sensors für die Großserie, basierend auf Prinzipien der Luftfahrttechnik, war eine zentrale Herausforderung. Dieser Sensor wurde später zu Boschs erstem mikromechanischem Sensor weiterentwickelt, der auch in Smartphones verwendet wird.

Originalquelle: bosch.com