Boschs nordamerikanische Geschichte: 110 Jahre Auf und Ab
Robert Bosch GmbH etablierte sich vor über 110 Jahren in Nordamerika. Weltkriege führten zweimal zur Enteignung der Unternehmen, doch Bosch gelang jedes Mal der Wiederaufbau.

Robert Bosch GmbH ist seit über 110 Jahren in Nordamerika präsent. Die Unternehmensgeschichte in der Region war von Erfolgen, aber auch von zweimaligen Enteignungen aufgrund von Weltkriegen geprägt, die jeweils einen mühsamen Wiederaufbau erforderten.
Die Anfänge in Nordamerika datieren auf das Jahr 1906 mit der Gründung der Vertriebsgesellschaft Robert Bosch New York, Inc. Steigende Bestellungen führten zur Eröffnung von Niederlassungen in den USA und Kanada. Der Erste Weltkrieg führte zur Beschlagnahmung des US-amerikanischen Bosch-Unternehmens, was einen mühevollen Neuaufbau nach Kriegsende bedingte.
Ein zweiter schwerer Rückschlag ereignete sich im Zweiten Weltkrieg mit einer erneuten Enteignung des Betriebsvermögens. Nach dem Krieg begann Bosch einen dritten Anlauf in Nordamerika. In Mexiko, wo Bosch-Produkte seit 1922 durch Agenten vertrieben wurden, übernahm das Unternehmen 1969 seinen Vertreter und legte damit den Grundstein für die heutige regionale Organisation.
Bosch stärkte seine Marke in Mexiko auch durch Erfolge im Carrera-Rennen 1952 mit Zündkerzen. 1954 wurde Robert Bosch (Canada) Ltd. in Montreal gegründet. In den USA nahm das Geschäft in den 1950er Jahren wieder Fahrt auf; dank erheblicher Investitionen und Expansionspläne verzehnfachte sich der Umsatz zwischen 1965 und 1975.
Bosch hat sich seitdem als fest etabliertes Unternehmen in Nordamerika etabliert und entwickelt seine Geschäftstätigkeit und Marktpräsenz weiter.