Boston Consulting Group: Industriunternehmen unterschätzen Engpässe bei kritischen Rohstoffen
Eine Studie der Boston Consulting Group zeigt, dass mangelnde Kontrolle über die Versorgung mit kritischen Mineralien sowohl die Produktion als auch die Kapitalbeschaffung gefährdet.

Industrieunternehmen ignorieren zunehmend die Risiken bei der Versorgung mit kritischen Mineralien. Laut einer Analyse der Boston Consulting Group (BCG) wird die Nachfrage bis 2040 voraussichtlich 120 bis 250 Prozent des prognostizierten Angebots erreichen. Betroffen sind dabei Produkte mit einem Gesamtwert von rund 3,5 Billionen US-Dollar.
Die Studie identifiziert drei zentrale Schwachstellen: mangelnde Transparenz in der Lieferkette, fehlende Risikostrategien und ein daraus resultierender erschwerter Zugang zu Kapitalmärkten. Investoren fordern vermehrt Klarheit über die Abhängigkeit von knappen Ressourcen, was Unternehmen ohne klare Rohstoffstrategie unter Druck setzt.
BCG betont, dass Unternehmen ihre Lieferketten proaktiv steuern müssen, um Produktionsausfälle zu vermeiden. Angesichts der prognostizierten Angebotslücke wird die Sicherung des Zugangs zu kritischen Mineralien zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor, der maßgeblich über die langfristige Marktstellung entscheiden wird.