Boston Dynamics-Mitarbeiter kritisieren Roboter-Verkauf an Einwanderungsbehörde
Mehr als 300 Angestellte des Robotikunternehmens Boston Dynamics fordern den Stopp der Lieferung von Roboterhunden an die US-Einwanderungsbehörde ICE.

Über 300 Mitarbeiter von Boston Dynamics haben sich in einer Petition gegen die Zusammenarbeit mit der US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE ausgesprochen. Stein des Anstoßes ist ein Auftrag über 1,3 Millionen US-Dollar, der im September an das Unternehmen Radeco vergeben wurde, um die vierbeinigen Roboter von Boston Dynamics für behördliche Zwecke bereitzustellen.
Die Unterzeichner der Petition äußerten erhebliche ethische Bedenken gegen den Einsatz der Technik bei Grenzsicherungs- und Überwachungsaufgaben. In dem Schreiben betonen die Mitarbeiter, dass der geschäftliche Kontakt das Vertrauen in die ethische Integrität des Unternehmens beschädige.
Die Geschäftsführung von Boston Dynamics hält jedoch an dem Vertrag fest. Das Unternehmen versicherte, dass die Roboter nicht mit Waffen ausgestattet würden. Dennoch bleibt der interne Widerstand bestehen, da viele Beschäftigte die Verwendung ihrer Technologie für solche Einsatzzwecke ablehnen.
Der Fall unterstreicht die wachsende Debatte in der Technologiebranche über die gesellschaftliche Verantwortung bei der Vergabe von Regierungsaufträgen für autonome Systeme.