Boston Scientific: SIMPLAAFY-Studie erreicht primäre Endpunkte
Eine klinische Studie belegt, dass vereinfachte medikamentöse Therapien nach dem Einsatz des WATCHMAN FLX Pro-Systems sicher und wirksam sind.
Die SIMPLAAFY-Studie von Boston Scientific liefert neue Erkenntnisse zur Nachsorge bei Patienten mit dem WATCHMAN FLX Pro-Implantat zur Versiegelung des linken Vorhofohrs. Wie das Unternehmen bekannt gab, erreichte die Studie ihre primären Endpunkte: Sowohl eine Behandlung mit Aspirin allein als auch die Gabe einer reduzierten Dosis von Antikoagulanzien erwiesen sich nach sechs Monaten als nicht unterlegen gegenüber der bisher üblichen dualen Plättchenhemmung (DAPT).
An der Studie nahmen 1 857 Patienten an 86 klinischen Zentren in den USA teil. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die vereinfachten Therapieregime das Risiko für Blutungen senken können, während der Schutz vor einem ischämischen Schlaganfall auf einem vergleichbaren Niveau bleibt. Die Daten wurden auf dem Kongress Transcatheter Cardiovascular Therapeutics (TCT) 2026 vorgestellt und zeitgleich im Journal JAMA publiziert.
Das WATCHMAN FLX Pro-Gerät dient Patienten mit Vorhofflimmern als Alternative zu einer langfristigen Einnahme von Blutverdünnern. Mit den nun vorliegenden Ergebnissen könnten Ärzte künftig die postoperativen Behandlungspläne individueller und schonender gestalten, um die Belastung durch Medikamente für Patienten nach dem Eingriff zu verringern.