Boston beendet Vertrag mit Flock Safety wegen Datenweitergabe
Boston hat seinen Vertrag mit Flock Safety gekündigt und die Kameras des Unternehmens entfernt. Stadtbeamte gaben an, das Unternehmen habe Daten landesweit unter Verstoß gegen die Vertragsbedingungen weitergegeben.

Die Stadt Boston hat ihren Vertrag mit dem Kameraanbieter Flock Safety beendet und die automatischen Kennzeichenlesekameras des Unternehmens entfernt. Stadtbeamte führten als Grund eine Verletzung der Vertragsbedingungen an, da das Unternehmen Daten landesweit entgegen der Vereinbarung weitergegeben habe.
„Wir haben Flock tatsächlich aufgegeben“, erklärte Bostons Bürgermeisterin Michelle Wu letzte Woche in einem lokalen Mediensegment. Wus Äußerungen folgten auf die Veröffentlichung des jährlichen Berichts der Stadt Boston über Überwachungstechnologien, in dem detailliert beschrieben wurde, wie ein „Anbieterfehler“ von Flock zur unbefugten landesweiten Datenweitergabe geführt hatte.
Der Bericht, der das Jahr 2025 abdeckt, wies darauf hin, dass die Boston Police Department im Rahmen eines Pilotprogramms von April bis September des Vorjahres etwa 45 automatische Kennzeichenleser von Flock eingesetzt hatte. Laut dem Bericht ereignete sich die unbefugte Datenweitergabe bereits in den ersten Tagen des Beginns des Pilotprojekts.
Die Entscheidung Bostons, die Beziehungen zu Flock Safety abzubrechen, wirft Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Aufsicht bei der Einführung von Überwachungstechnologien auf. Während Kennzeichenlesesysteme die Strafverfolgung unterstützen können, erfordert ihre Implementierung strenge Datenschutzprotokolle, um Missbrauch zu verhindern.