📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Wissenschaft

Gehirnforschung: Kortikale Zellen als Auslöser von Schlaf identifiziert

Neue Forschungsergebnisse stellen die bisherige Auffassung der Schlafregulation in Frage. Zellen in der Hirnrinde (Kortex) wurden als fähig identifiziert, den Tiefschlaf eigenständig einzuleiten.

18. September 2026
Gehirnforschung: Kortikale Zellen als Auslöser von Schlaf identifiziert

Forscher des Albert Einstein College of Medicine in New York haben eine Population von Zellen im Kortex identifiziert, die Schlaf einleiten können. Diese Entdeckung stellt die bisherige Annahme in Frage, dass Schlaf primär von tieferen Gehirnregionen gesteuert wird.

Die in Nature veröffentlichte Studie unter der Leitung von Geoffrey Terral und Renata Batista-Brito legt nahe, dass der Kortex nicht nur passiv auf Schlaf-Rhythmen reagiert, sondern diese auch selbst erzeugen kann. Dies verändert das Verständnis der Schlafregulation grundlegend.

Diese spezifischen kortikalen Zellen, die etwa ein Prozent der hemmenden Neuronen des Kortex ausmachen, konnten in Mäusen durch Aktivierung Schlaf induzieren. Terral erklärte, dass der Kortex Schlaf-Rhythmen "selbst initiieren" könne, was zur Förderung des Schlafs ausreichend sei.

Die Ergebnisse liefern neue Einblicke in die neuronalen Mechanismen des Schlafs und könnten Auswirkungen auf das Verständnis und die Behandlung von Schlafstörungen haben.

Originalquelle: arstechnica.com