BRICS strebt nach schnelleren grenzüberschreitenden Zahlungen durch digitale Infrastruktur
BRICS-Staaten prüfen die Nutzung digitaler öffentlicher Infrastrukturen (DPI) für Zahlungssysteme mit dem Ziel, ein weniger von US-Vermittlern abhängiges Finanzsystem zu schaffen.

Der BRICS-Gipfel im September 2024 wird sich auf die Nutzung digitaler öffentlicher Infrastrukturen (DPI) für grenzüberschreitende Zahlungen konzentrieren. Ziel ist die Entwicklung eines Finanzsystems, das die Abhängigkeit von US-Vermittlern verringert und schnellere, günstigere und sicherere Transaktionen zwischen den Mitgliedsstaaten fördert.
Unter der Führung Indiens zielt die Initiative darauf ab, BRICS Pay zu operationalisieren, ein System zur Verknüpfung bestehender nationaler DPI-Zahlungssysteme wie Indiens UPI und Brasiliens Pix. Das System würde auf die Abrechnung in Lokalwährung setzen und die Integration von digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) prüfen.
Die Strategie soll digitale Souveränität durch offene und interoperable digitale Kanäle fördern. Dies würde es Banken und Fintech-Unternehmen ermöglichen, zu konkurrieren und die Gebühren zu reduzieren, die derzeit von US-Finanzintermediären und Kreditkartenanbietern erhoben werden.
Forschungsergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass erfolgreiche grenzüberschreitende DPI-Systeme eine robuste Governance erfordern. Zu den Haupt Herausforderungen gehören die Harmonisierung unterschiedlicher regulatorischer Rahmenbedingungen, Datenschutzregeln und Aufsichtserwartungen. Neben technischen Lösungen sind der Aufbau von Vertrauen und die Etablierung gemeinsamer Streitbeilegungsmechanismen für eine effektive Skalierung unerlässlich.