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Technologie

BRICS-Vorsitz: Indiens unterschiedlicher Ansatz zur Online-Sicherheit von Kindern

Indiens BRICS-Vorsitz beleuchtet die unterschiedlichen nationalen Strategien zur Online-Sicherheit von Kindern. Die internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich wird durch diese Abweichungen in den Regulierungsmodellen erschwert.

31. August 2026
BRICS-Vorsitz: Indiens unterschiedlicher Ansatz zur Online-Sicherheit von Kindern
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Während Indien den Vorsitz der BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) übernimmt, geraten die unterschiedlichen Ansätze der Länder zum Schutz von Kindern online unter die Lupe. Neu-Delhi wird im September 2026 den 18. BRICS-Gipfel ausrichten. Obwohl die Mitgliedstaaten vereinbart haben, bei der Online-Sicherheit von Kindern zusammenzuarbeiten, unterscheiden sich ihre gesetzlichen Rahmenbedingungen erheblich.

Die Unterschiede zeigen sich darin, wie die einzelnen Länder Minderjährige schützen. Brasilien schreibt beispielsweise vor, dass Social-Media-Konten von Personen unter 16 Jahren mit einem Konto eines gesetzlichen Vormunds verknüpft werden müssen. China begrenzt die tägliche App-Nutzung für unter 16-Jährige auf eine Stunde und führt nächtliche Servicebeschränkungen ein. Indonesien erlaubt Kindern unter 14 Jahren die Nutzung von Low-Risk-Plattformen mit elterlicher Zustimmung, verbietet jedoch den Zugang zu High-Risk-Plattformen.

Indiens eigenes Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten verlangt eine überprüfbare Zustimmung der Eltern für alle Nutzer unter 18 Jahren, ohne Altersunterschiede. Dies steht im Gegensatz zu den komplexeren, altersabhängigen Systemen, die von anderen BRICS-Ländern entwickelt wurden.

Diese Diskrepanz stellt eine Herausforderung für die Schaffung einer einheitlichen Strategie dar. Obwohl die Erklärung von Rio de Janeiro 2025 Fortschritte beim Schutz von Kindern online und den „Austausch von Wissen und bewährten Praktiken zwischen den Mitgliedstaaten“ anerkennt, erfordert die praktische Umsetzung einen tieferen Konsens. Das bevorstehende BRICS-Gipfeltreffen zielt darauf ab, diese regulatorischen Unterschiede zu thematisieren und Wege zu einer konsistenteren globalen Online-Kinderschutzpolitik zu finden.

Originalquelle: medianama.com