Pflegekräfte am Brigham and Women’s Hospital kündigen unbefristeten Streik an
Mehr als 4.000 Pflegekräfte in Boston treten am 12. November in den Ausstand, nachdem Verhandlungen über neue Arbeitsverträge gescheitert sind.

Das Pflegepersonal des Brigham and Women’s Hospital hat für den 12. November einen unbefristeten Streik angekündigt. Die Gewerkschaft Massachusetts Nurses Association (MNA) teilte mit, dass dieser Schritt nach der Ablehnung eines letzten Vertragsangebots durch die Krankenhausleitung von Mass General Brigham (MGB) erfolgt ist.
Die Forderungen des Personals konzentrieren sich auf eine Begrenzung des Einsatzes von Zeitarbeitskräften sowie auf verbesserte Arbeitsbedingungen, um die Kontinuität der Patientenversorgung zu gewährleisten. Laut der Gewerkschaft sind diese Maßnahmen notwendig, um das Personal langfristig zu binden und den hohen Anforderungen im klinischen Alltag gerecht zu werden.
Die Tarifparteien haben für den 9. November weitere Verhandlungen angesetzt. Kelly Morgan, Vorsitzende des Verhandlungskomitees, betonte die Bereitschaft der Pflegekräfte, einen fairen Kompromiss zu erzielen, um die drohende Arbeitsniederlegung noch abzuwenden. Dennoch sei die Entschlossenheit zur Durchsetzung der Sicherheitsforderungen ungebrochen.
Der Konflikt ist Teil einer kritischen Debatte über die Unternehmensführung von MGB. Die Gewerkschaft hatte in der Vergangenheit Behörden aufgefordert, den Status des Gesundheitskonzerns als gemeinnützige Organisation sowie die Vergütung der Führungsebene zu prüfen, da MGB trotz hoher Gewinne aus Sicht der Pflegekräfte zu wenig in den direkten Versorgungsbetrieb investiere.