Britischer Soldat nach Sicherheitsverstoß in Estland verurteilt
Ein britischer Soldat wurde zu zehn Monaten Arrest verurteilt, nachdem er den Befehl zur Entfernung seiner SIM-Karte ignorierte, was zu einem Hackerangriff führte.

Der britische Soldat Daniel Barton-Kennedy wurde vor einem Militärgericht zu einer zehnmonatigen Freiheitsstrafe und einer Herabstufung seines Dienstgrades verurteilt. Hintergrund ist die Missachtung eines direkten Befehls zur operativen Sicherheit während eines Einsatzes in Estland, etwa 145 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.
Der Soldat hatte sich geweigert, die SIM-Karte seines Mobiltelefons zu entfernen, wie es die Sicherheitsvorschriften vorschrieben. Infolgedessen wurde das Gerät gehackt, wobei Unbefugte Zugriff auf private Fotos erhielten und diese für Erpressungsversuche gegen den Soldaten nutzten.
Barton-Kennedy bekannte sich der Befehlsverweigerung schuldig. Der Vorfall unterstreicht die wachsenden Herausforderungen durch digitale Sicherheitsrisiken bei Militäreinsätzen, bei denen die private Nutzung von Mobilfunkgeräten die Sicherheit des gesamten Personals gefährden kann.