Rundfunkbeitrag: Erträge 2024 nach Datenabgleich gesunken
Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio verzeichnete 2024 einen Ertragsrückgang von 3,14 %. Grund dafür ist das Auslaufen von Sondereffekten aus dem bundesweiten Meldedatenabgleich des Vorjahres.

Die Erträge aus dem Rundfunkbeitrag sind im Jahr 2024 um 3,14 Prozent auf rund 8,74 Milliarden Euro gesunken. Im Vorjahr lagen die Einnahmen bei 9,02 Milliarden Euro. Davon flossen 8,57 Milliarden Euro an ARD, ZDF und Deutschlandradio, während die Landesmedienanstalten 164,6 Millionen Euro erhielten.
Ursächlich für den Rückgang ist das Auslaufen von Sondereffekten aus dem bundesweiten Meldedatenabgleich des Jahres 2023. Dieser hatte im Vorjahr zu einem Ertragsanstieg geführt, da Wohnungen automatisiert und rückwirkend angemeldet wurden. Nach Abschluss der Klärungsverfahren im Jahr 2024 wurden diese Bestände teilweise wieder abgemeldet.
Die Zahl der beitragspflichtigen Wohnungen verringerte sich zwar um 0,4 Prozent auf 40,51 Millionen, blieb damit jedoch auf hohem Niveau. Die Anzahl der Beitragskonten sank leicht auf 46,99 Millionen.
Bernd Roßkopf, Leiter des Geschäftsbereichs Finanzen und Services, erklärte, dass der Meldedatenabgleich zur Konsolidierung des Wohnungsbestandes beitrage. Die verbleibenden neuen Wohnungen würden voraussichtlich zu einer Stabilisierung der Erträge führen. Eine spürbare Auswirkung der wirtschaftlichen Lage auf die Erträge sei bisher nicht feststellbar.
Die Zahl der Befreiungen vom Rundfunkbeitrag stieg leicht auf 2,4 Millionen Personen an. Hauptgründe hierfür sind gestiegene Bezüge von Grundsicherung im Alter und von Bürgergeld. Dies ist die erste Zunahme von Befreiungen seit 2018.