Bauzinsen übersteigen 4 Prozent wegen Iran-Konflikt
Die Bauzinsen steigen über 4 Prozent, auch infolge des Iran-Konflikts. Ratsuchende sollten jetzt ihre Finanzierung prüfen.

Die Zinsen für Baudarlehen haben in Deutschland die Marke von 4 Prozent überschritten. Diese Entwicklung wird durch die geopolitischen Spannungen im Iran und deren Auswirkungen auf Ölpreise und Inflation mitverursacht.
Experten sehen eine Kettenreaktion: Steigende Ölpreise, ein stärkerer Dollar und erhöhte Transport- und Produktionskosten treiben die Inflation an. Dies führt dazu, dass Investoren höhere Renditen für Bundesanleihen verlangen, um Kaufkraftverluste auszugleichen. Da sich die Bauzinsen stark an den Renditen von Anleihen orientieren, steigen auch sie.
Tom Kiske, Geschäftsführer von BauDarlehen24.com, erklärt, dass der Hauptfaktor für die Bauzinsen nicht der Leitzins der EZB ist, sondern die Anleiherenditen plus ein Risikozuschlag. Dieser Aufschlag spiegele die Unsicherheit der kommenden Jahre wider.
Kiske rät angehenden Immobilienkäufern und jenen, deren Anschlussfinanzierung ansteht, zu schnellem Handeln. "Die Lage im Nahen Osten ist sehr undurchsichtig, die Risikoprämien der Banken können schnell steigen. Was heute bezahlbar ist, kann morgen deutlich teurer sein", warnt er. Er betont, dass jeder Zinspunkt zählt und es sich lohnt, Angebote zu vergleichen, um nicht unnötig viel Geld zu verlieren.