Burnout: Sinn statt Arbeitslast treibt junge Generation
Jüngere Arbeitnehmer leiden vermehrt unter Burnout durch fehlenden Sinn statt hoher Arbeitslast. Unternehmen müssen die Frage nach dem 'Warum' beantworten.

Eine neue Generation von Arbeitnehmern, insbesondere Gen Z, erlebt Burnout nicht mehr primär durch übermäßige Arbeitsbelastung, sondern durch mangelnde Sinnhaftigkeit ihrer Tätigkeit. Dies weicht von der traditionellen Vorstellung ab, bei der Burnout mit langen Arbeitszeiten und hohem Aufgabenumfang verbunden war.
Eine globale Deloitte-Umfrage aus dem Jahr 2025 ergab, dass nur 6 % der Gen Z-Befragten den Aufstieg in Führungspositionen als primäres Karriereziel ansehen. Sie sind zwar ehrgeizig, legen aber Wert auf Lernen und Entwicklung und möchten den Zweck ihrer Laufbahn verstehen, bevor sie sich über Jahrzehnte binden.
Unternehmen erkennen zunehmend, dass traditionelle Vergünstigungen wie flexible Arbeitsmodelle oder großzügige Urlaubsregelungen Burnout durch Sinnverlust nicht vollständig beheben können. Das Kernproblem verlagert sich von der Quantität der Arbeit hin zum 'Warum' hinter der Arbeit.
Die Journalistin Jennifer Breheny Wallace betont das grundlegende menschliche Bedürfnis, als wichtig erachtet zu werden und einen wertvollen Beitrag zu leisten. Moderne Arbeitnehmer suchen nicht nur Anerkennung, sondern Arbeit, die sie als sinnvoll erachten.
Zukünftig werden Unternehmen erfolgreich sein, die den Sinn ihrer Arbeit klar kommunizieren und tägliche Aufgaben mit greifbaren Ergebnissen verbinden können. Reine Flexibilität oder Ruhephasen lösen keinen Burnout, der durch sinnlose Arbeit verursacht wird.