Käufer bevorzugen Klimarisikozone wegen günstiger Preise
Fast ein Viertel der US-Haushalte ist hohen Klimarisiken ausgesetzt. Eine neue Studie von Realtor.com zeigt jedoch, dass Käufer diese Gebiete aufgrund der geringeren Kosten weiterhin bevorzugen.

Trotz der zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels auf den Immobilienmarkt ziehen es Hauskäufer in den USA weiterhin vor, sich in Gebieten mit hohem Klimarisiko niederzulassen. Laut einem neuen Bericht von Realtor.com sind 23,1 Prozent aller US-Haushalte von starken Winden, Überschwemmungen oder Waldbränden bedroht.
Der Hauptgrund für diese Entwicklung sind die niedrigeren Preise. Die Analyse von Realtor.com ergab, dass Häuser in Gebieten mit hohem Klimarisiko pro Quadratfuß 22 Prozent günstiger sind als in Gebieten mit geringerem Risiko. Diese Immobilien ziehen auch 48 Prozent mehr Besichtigungen pro Angebot an, was auf ein starkes Käuferinteresse trotz der bekannten Gefahren hindeutet.
"Der Preis ist immer noch der wichtigste Motivator für viele Wohnungssuchende, selbst an Orten, an denen das Klimarisiko gut bekannt ist", sagte Jiayi Xu, Ökonomin bei Realtor.com. Sie fügte hinzu, dass Käufer die unmittelbare finanzielle Sicherheit von Hypothekenzahlungen gegen die hypothetische Natur zukünftiger Klimakatastrophen abwägen.
Branchenbeobachter stellen fest, dass Käufer zwar mit niedrigeren Anfangskosten in Hochrisikogebieten rechnen können, jedoch mit erhöhten langfristigen Ausgaben wie höheren Versicherungsprämien und Grundsteuern aufgrund extremer Wetterereignisse konfrontiert sein könnten. Viele werden von Regionen wie dem "Sun Belt" (dem warmen Süden der USA) angezogen, wo ein größeres Wohnungsangebot und niedrigere Preise die wahrgenommenen Klimarisiken ausgleichen, wobei die aktuelle finanzielle Machbarkeit Priorität hat.