BVTE: Gefälschte Winston-Zigaretten in Berlin entdeckt
Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) meldet den Fund gefälschter Winston Blue Zigaretten in Berlin. Die Produkte wiesen keine Steuerbanderole auf und überschritten EU-Grenzwerte.

Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) hat auf den Verkauf von gefälschten Zigaretten in Berlin aufmerksam gemacht. Eine in Lichtenberg für 50 Euro im Straßenhandel erworbene Stange Winston Blue wies laut BVTE zahlreiche Merkmale auf, die gegen ein reguläres Produkt für den deutschen Markt sprechen.
Die Zigaretten trugen keine deutsche Steuerbanderole, waren als "FOR DUTY FREE SALE ONLY" gekennzeichnet und enthielten ausschließlich englische Warnhinweise. Auffällig war zudem, dass alle überprüften Packungen derselben Stange den identischen Track-&-Trace-Code aufwiesen, obwohl dieser individuell sein müsste. Auch der aufgedruckte Barcode war formal ungültig.
Eine Laboranalyse ergab, dass die Zigaretten die EU-Höchstgrenzen für Teer (10 mg), Nikotin (1 mg) und Kohlenmonoxid (10 mg) deutlich überschritten. Die gemessenen Werte lagen bei 15,2 mg Teer, 1,90 mg Nikotin und 13,2 mg Kohlenmonoxid pro Zigarette.
"Das Gesamtbild liefert starke Hinweise auf eine gefälschte und illegal vertriebene Zigarette", erklärte Jan Mücke, Hauptgeschäftsführer des BVTE. Er betonte, dass bei illegalen Tabakwaren Herstellung und Inhalt nicht nachvollziehbar seien und sie nicht den Anforderungen des deutschen und europäischen Marktes unterlägen.
Mit der Serie "Schmuggelzigarette der Woche" will der BVTE auf den illegalen Tabakhandel aufmerksam machen. Aktuellen Schätzungen zufolge wird bereits jede fünfte in Deutschland konsumierte Zigarettenpackung nicht im Inland versteuert.