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Verbraucher

BVTE warnt: Höhere Tabaksteuern befeuern Schwarzmarkt

Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) warnt, dass geplante Tabaksteuererhöhungen nicht die erwarteten Einnahmen bringen. Stattdessen prognostiziert der Verband einen Anstieg des Schwarzmarkthandels und sinkende Steuereinnahmen.

3. Juni 2026
BVTE warnt: Höhere Tabaksteuern befeuern Schwarzmarkt

Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) hat die Pläne der Regierung zur deutlichen Anhebung der Tabaksteuer kritisiert. Der Verband argumentiert, dass die geplanten Steuererhöhungen, die bis Ende 2027 zusätzliche Einnahmen von 2,8 Milliarden Euro generieren sollen, unrealistisch seien und voraussichtlich zu einer Zunahme des illegalen Handels führen würden.

Der BVTE stützt seine Einschätzung auf frühere Erfahrungen in Deutschland und Europa. Starke, kurzfristige Steuererhöhungen hätten in der Vergangenheit dazu geführt, dass Verbraucher auf den Schwarzmarkt auswichen, was zu geringeren tatsächlichen Steuereinnahmen und einer Destabilisierung des legalen Marktes führte. Laut Verband betrug der Anteil unversteuerter Zigaretten auf dem deutschen Markt bereits 2025 20,9 Prozent, in Ostdeutschland lag dieser Anteil bei über 40 Prozent.

„Diese Rechnung wird nicht aufgehen. Wer in kurzer Zeit massive Preissteigerungen erzwingen will, riskiert eine Verlagerung in den Schwarzmarkt und am Ende geringere statt höhere Steuereinnahmen“, erklärte BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke.

Der Verband weist zudem darauf hin, dass durch derzeit nicht regulierte Nikotinbeutel jährlich schätzungsweise 400 Millionen Euro an Steuereinnahmen entgehen. Der BVTE plädiert daher für moderatere und langfristig angelegte Steueranpassungen, die eine Destabilisierung des Marktes vermeiden und stabile Einnahmen sichern. Höhere Steuern könnten zudem Arbeitsplätze und die Wettbewerbsfähigkeit der Branche gefährden.

Originalquelle: bvte.de