Kalifornien befreit Open-Source-Software von Altersprüfung
Kalifornische Gesetzgeber haben einen Gesetzentwurf verabschiedet, der bestimmte Open-Source-Betriebssysteme, einschließlich Linux-Distributionen, von den Altersprüfungspflichten des Staates befreit.

Kaliforniens Gesetzgeber haben ein neues Gesetz verabschiedet, das Open-Source-Betriebssysteme wie Linux von den strengen Altersprüfungspflichten des Staates befreit. Der Gesetzesentwurf AB 1856 ändert das zuvor verabschiedete Gesetz zur Sicherung des digitalen Alters (DAAA), das Anbieter von Betriebssystemen verpflichtet, das Alter der Benutzer bei der Einrichtung eines Kontos zu überprüfen.
Das ursprüngliche DAAA-Gesetz, das am 1. Januar 2027 in Kraft treten soll, verpflichtete die Anbieter von Betriebssystemen, das Geburtsdatum oder Alter des Benutzers zu erfassen und diese Informationen über eine API an Anwendungen zu signalisieren. Dies stellte erhebliche Herausforderungen für Open-Source-Projekte wie Linux dar, bei denen die Verantwortung für die Verteilung und Wartung der Software auf viele Parteien verteilt ist, was es schwierig macht, eine einzelne verantwortliche Stelle zu identifizieren.
AB 1856 stellt klar, dass ein Anbieter von Betriebssystemen keine Person oder Einheit ist, die ein Betriebssystem oder eine Anwendung unter Lizenzbedingungen vertreibt, die es dem Empfänger erlauben, die Software zu kopieren, weiterzuverbreiten und zu modifizieren. Diese Ausnahme wird voraussichtlich bekannte Linux-Distributionen wie Debian, Fedora, Ubuntu und Arch Linux abdecken, deren Lizenzbedingungen die Kriterien des neuen Gesetzes erfüllen.
Ein früherer Entwurf des Gesetzes hätte die Pflichten zur Altersprüfung auf Webbrowser und Website-Betreiber ausgeweitet, doch diese Formulierung wurde vor der endgültigen Verabschiedung gestrichen. Die neue Gesetzgebung lässt offen, wie Anwendungen Situationen handhaben werden, in denen ein befreites Betriebssystem kein Alterssignal liefert und ob Linux-Paketmanager als App-Stores betrachtet werden.