Kanadas Anti-Spam-Gesetz: Fragen und Antworten
Kanadas Gesetz gegen unerwünschte E-Mails (CASL) zielt darauf ab, unerwünschte kommerzielle elektronische Nachrichten zu reduzieren. Das Gesetz legt Zustimmungsregeln und Strafen fest.

Die Business Development Bank of Canada (BDC) hat eine Anleitung zum kanadischen Anti-Spam-Gesetz (CASL) veröffentlicht. Das Gesetz soll die Menge unerwünschter kommerzieller elektronischer Nachrichten (CEMs) reduzieren, die an Kanadier gesendet werden, und legt klare Regeln für Unternehmen fest, die im digitalen Marketing tätig sind.
Gemäß CASL müssen Unternehmen die Zustimmung einholen, bevor sie CEMs versenden, wozu E-Mails und Textnachrichten gehören, die zur Teilnahme an einer kommerziellen Aktivität auffordern. Nichteinhaltung kann zu erheblichen Strafen führen, wobei die Bußgelder für Einzelpersonen bis zu 1 Million und für Unternehmen bis zu 10 Millionen kanadische Dollar betragen können.
Das Gesetz unterscheidet zwischen zwei Arten der Zustimmung: ausdrückliche (express) und implizite (implied). Die ausdrückliche Zustimmung, die durch eine aktive Handlung des Empfängers eingeholt wird, ist dauerhaft. Die implizite Zustimmung, die auf bestehenden Geschäfts- oder persönlichen Beziehungen beruht, ist zeitlich begrenzt. Für ehemalige Kunden ist die implizite Zustimmung höchstens zwei Jahre gültig.
Die BDC stellt klar, dass die bloße Veröffentlichung einer E-Mail-Adresse im Internet keine Erlaubnis zum Versenden von CEMs erteilt, es sei denn, die Person hat ausdrücklich ihre Bereitschaft signalisiert, diese zu erhalten. Jede CEM muss für die geschäftliche Rolle des Empfängers relevant sein und einen klaren Abmeldemechanismus sowie Kontaktinformationen enthalten. Die Einholung der Zustimmung per E-Mail ist durch das Gesetz ausdrücklich verboten.