KANADISCHE MUSIKVERLEGER KLAGEN KI-MUSIKPLATTFORM SUNO WEGEN URHEBERRECHTSVERLETZUNG
Die Society of Composers, Authors and Music Publishers of Canada (SOCAN) hat die KI-Musikplattform Suno wegen umfassender Urheberrechtsverletzungen verklagt. SOCAN wirft Suno vor, seine KI-Modelle ohne Erlaubnis oder Lizenz mit urheberrechtlich geschützter Musik trainiert zu haben.

Die Society of Composers, Authors and Music Publishers of Canada (SOCAN) hat eine Klage gegen die KI-Musikplattform Suno eingereicht und wirft dem Unternehmen umfassende Urheberrechtsverletzungen vor. Laut SOCAN hat Suno seine KI-Modelle mit urheberrechtlich geschützter Musik trainiert, ohne die erforderlichen Lizenzen oder Genehmigungen einzuholen.
Die Klageschrift behauptet, dass Suno "massive Mengen, Kopien und Verarbeitung" verfügbarer Musikmaterialien zur Schulung seines Modells verwendet hat. Der Verband wirft Suno zudem vor, Ausgaben zu generieren, die identisch oder wesentlich ähnlich zu geschützten Werken sind. SOCAN fordert Schadensersatz, einschließlich der Gewinne, die Suno aus der mutmaßlichen Verletzung erzielt hat, oder alternativ 20.000 kanadische Dollar gesetzlichen Schadensersatz pro verletztem Werk sowie 10 Millionen Dollar an Strafschadensersatz.
Darüber hinaus behauptet SOCAN, dass Suno auch nach der Einführung sogenannter Schutzmechanismen weiterhin rechtsverletzendes Material generiert und verbreitet hat. Der Verband hält diese Schutzmaßnahmen für "völlig unzureichend" und argumentiert, dass Sunos Vorgehen vorsätzlich und nicht fahrlässig war. Die Klageschrift führt Beispiele an, in denen die von Suno generierten Titel bestehenden Werken wie Leonard Cohens "Hallelujah" oder "Life is a Highway" stark ähneln.
Die Klage richtet sich insbesondere gegen die Fähigkeit der Plattform, Musik basierend auf Benutzereingaben zu generieren. SOCAN argumentiert, dass Suno die Reproduktion oder Nachahmung von geschützten Musikwerken ermöglicht und dass das Geschäftsmodell der Plattform auf dieser Fähigkeit beruht. Der Verband strebt eine dauerhafte Unterlassungsverfügung gegen die Geschäftstätigkeit der Plattform sowie die Erstattung von Anwaltskosten an.