📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Bauwesen

Autozulassungen steigen in fast 90 Prozent der deutschen Städte

Eine Auswertung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zeigt, dass die Zahl privater Pkw zwischen 2019 und 2026 in fast 90 Prozent der untersuchten Städte gestiegen ist.

26. September 2026
Autozulassungen steigen in fast 90 Prozent der deutschen Städte

Berlin – Die Zahl der privat zugelassenen Pkw ist in den letzten Jahren in Deutschland deutlich gestiegen. Dies geht aus einer am Freitag veröffentlichten Auswertung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hervor. Die Untersuchung, die 105 Städte von 2019 bis 2026 analysierte, ergab, dass der Bestand privater Pkw in fast 90 Prozent dieser Städte zugenommen hat. Insgesamt kamen rund 250.000 zusätzliche private Autos hinzu.

Besonders stark stiegen die Zulassungszahlen in Köln mit über 13.000 neuen privaten Pkw, gefolgt von München mit einer annähernd gleichen Steigerung. Auch Duisburg und Dortmund verzeichneten einen erheblichen Zuwachs im Fahrzeugbestand. Nur in 12 Städten ging die Anzahl privater Pkw zurück.

Die DUH fordert nun entschiedene Maßnahmen zur Verkehrswende. Die Organisation schlägt eine flächendeckende Parkraumbewirtschaftung, die Reduzierung von Stellplätzen im öffentlichen Raum und ein Verbot übergroßer SUVs in Innenstädten vor. Gleichzeitig betont die DUH die Notwendigkeit, Angebote für öffentlichen Nahverkehr, Radverkehr und Fußverkehr auszubauen.

"Städte dürfen Autos nicht länger durch billiges oder kostenloses Parken im öffentlichen Raum besserstellen", erklärte Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH. "Wir fordern eine flächendeckende Parkraumbewirtschaftung mit mindestens 360 Euro jährlich für Anwohnerparkausweise und deutlich mehr für besonders große Fahrzeuge. Das Kurzzeitparken sollte mindestens so viel kosten wie eine Einzelfahrkarte für Bus und Bahn."

Die DUH schlägt vor, die Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung direkt in den Ausbau von Bus- und Bahnverbindungen sowie Rad- und Fußwegen zu investieren. Zudem fordert die Organisation einen zuverlässigen und bezahlbaren öffentlichen Nahverkehr sowie ein lückenloses Netz sicherer Radwege.

Originalquelle: duh.de