Studie der Hanyang Universität: CO2-basierte Preisgestaltung fördert umweltfreundlichere Touristenabsichten
Forschung der Hanyang University zeigt, dass die Kopplung von Hotelpreisen an den Ressourcenverbrauch die Absicht der Touristen, umweltfreundliche Verhaltensweisen zu zeigen, positiv beeinflusst.

Eine Studie von Forschern der Hanyang University legt nahe, dass Touristen eher umweltfreundliche Verhaltensweisen beabsichtigen, wenn die Preise für ihre Unterkunft direkt an den Ressourcenverbrauch gekoppelt sind. Die Ergebnisse wurden im Juli 2026 in der Fachzeitschrift Annals of Tourism Research veröffentlicht.
Die Forschung ergab, dass eine CO2-basierte Preisgestaltung, insbesondere wenn Umweltkosten für Strom, Wasser oder Heizung als separate Gebühren aufgeschlüsselt werden, die Absicht der Teilnehmer erhöhte, Ressourcen zu schonen. Dieser Effekt war ausgeprägter, wenn übermäßiger Verbrauch zu einem Aufschlag führte, im Vergleich dazu, wenn geringer Verbrauch einen entsprechenden Rabatt ergab.
Der leitende Forscher Professor Hakseung Shin erklärte, dass die Bewältigung komplexer Nachhaltigkeitsherausforderungen im Tourismus mehr als nur moralische Appelle oder Vorschriften erfordert. Er plädiert für "grünen Kapitalismus", der ökologische Ziele mit Marktanreizen in Einklang bringt, als effektivere Strategie.
Drei Experimente wurden anhand realistischer Buchungsszenarien für Hotels und Kurzzeitvermietungen durchgeführt, um zu bewerten, wie verschiedene Preisgestaltungsstrukturen die Absichten der Teilnehmer zur Ressourcenschonung beeinflussten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Transparenz von Umweltkosten deren Einfluss auf die Entscheidungsfindung der Verbraucher erhöhen kann.
Die Forscher schlagen vor, dass solche CO2-basierten Preissysteme von Hotels, Kurzzeitvermietungsplattformen und Reisebüros implementiert werden könnten. Sie gehen davon aus, dass Fortschritte in der intelligenten Technologie in den kommenden Jahren dazu führen könnten, dass eine personalisierte Preisgestaltung basierend auf dem CO2-Fußabdruck im Tourismus üblich wird und so den Übergang des Sektors zu einer kohlenstoffärmeren Zukunft unterstützt. Die Studie verwendete jedoch hypothetische Szenarien und maß Absichten, was weitere Forschung zur Bestätigung der tatsächlichen Verhaltensänderungen in der Praxis erforderlich macht.