Cargill setzt auf smarte Abläufe für ein widerstandsfähigeres Lebensmittelsystem
Cargill integriert "Smart Operations" weltweit in über 1.000 Anlagen, um Risiken zu reduzieren und die Lebensmittelsicherheit sowie -versorgung zu stärken.

Der globale Lebensmittelkonzern Cargill treibt die Modernisierung seiner Produktions- und Distributionsprozesse im Rahmen der Initiative "Factory and Operations of the Future" voran. Das Unternehmen setzt in seinen mehr als 1.000 Anlagen in 70 Ländern auf Automatisierung, Robotik, künstliche Intelligenz (KI) und vorausschauende Analysen, um die Zuverlässigkeit der Lieferketten, die Lebensmittelsicherheit und die allgemeine Widerstandsfähigkeit zu erhöhen.
Ein Beispiel für diese technologischen Fortschritte ist der Einsatz eines Roboterhundes namens "Spot" in der Produktionsstätte für Multisamenspaltung und Raffination in Amsterdam. Dieser Roboter führt wöchentlich Tausende von Inspektionen durch und erkennt mittels thermischer, akustischer und visueller Daten potenzielle Probleme wie überhitzte Anlagenteile. Diese KI-gestützten Erkenntnisse ermöglichen es den Wartungsteams, Probleme proaktiv zu beheben, Ausfallzeiten zu minimieren und die Arbeitssicherheit zu verbessern. "Intelligente Werkzeuge wie Spot geben uns ein neues Maß an Vertrauen in unsere Abläufe", so Alexis Cazin, Cargill's Agriculture & Trading Leiter für Europa, den Nahen Osten und Afrika.
Um Störungen auf See entgegenzuwirken, hat Cargill in Partnerschaft mit ZeroNorth eine Software zur Optimierung von Schiffsrouten für seine Flotte implementiert. Dieses System nutzt Echtzeitdaten und KI, um Schiffe auf den effizientesten Routen zu leiten und Risiken durch unvorhersehbares Wetter und überlastete Häfen zu minimieren. Die Initiative hat bereits zu einer Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs geführt und die Lieferungen auch unter turbulenten Bedingungen pünktlich gehalten. "Indem wir den globalen Seetransport widerstandsfähiger machen, stellen wir sicher, dass der Handel auch auf unvorhersehbaren Meeren weiterfließt", sagte Eric Aboussouan, Vice President of Strategy and Digitalization bei Cargill Ocean Transportation.
In Engerwitzdorf, Österreich, hat Cargill die Produktion von Mikronährstoffen und Gesundheitslösungen für die Tierernährung erheblich automatisiert. Ein vollautomatisches Containertransportsystem bewegt Zutaten und Fertigprodukte effizient, während eine Verpackungslinie bis zu 300 Säcke pro Stunde verarbeiten kann. Die Kapazität der Anlage wurde im September 2025 um fast 50 % erhöht, um die wachsende Nachfrage zu decken. Diese Automatisierung ist entscheidend für Cargills Bemühungen, ein stabileres und sichereres globales Lebensmittelsystem aufzubauen.