Cargill verschärft Überwachung der Sojabeschaffung in Brasilien
Cargill hat seine Kontrollverfahren für den Sojaeinkauf in Brasilien aktualisiert, um Entwaldung zu verhindern und die Einhaltung regulatorischer Standards sicherzustellen.

Das Agrarunternehmen Cargill hat seine Überwachungssysteme bei der Beschaffung von Soja in Brasilien verschärft. Durch systematische Abgleiche mit offiziellen Behördenlisten blockiert das Unternehmen Lieferanten, die gegen Umweltauflagen, das Amazon Soy Moratorium oder das Green Grain Protocol verstoßen.
Das System blockiert bei festgestellten Verstößen nicht nur die betroffene Farm, sondern auch weitere Betriebe, die demselben Eigentümer zugeordnet sind. Mit diesem Vorgehen reagiert das Unternehmen auf Forderungen nach mehr Transparenz in der Lieferkette und zur Einhaltung seines eigenen Verhaltenskodex für Lieferanten.
Cargill beteiligt sich seit 2006 am brasilianischen Sojamoratorium, einer freiwilligen Vereinbarung, die den Zukauf von Soja aus Gebieten des Amazonas-Bioms untersagt, die nach Juli 2008 entwaldet wurden. Das Unternehmen betrachtet diese Maßnahmen als notwendigen Bestandteil seiner langfristigen Strategie zur Bekämpfung der Entwaldung.