Caritas-Mitarbeiterin in Charkiw bei russischem Angriff getötet
Bei einem russischen Raketenangriff auf Charkiw wurde am Wochenende eine Mitarbeiterin von Caritas Ukraine getötet. Ihr zehnjähriger Sohn wurde verletzt, ihr Haus wurde vollständig zerstört.

Charkiw, Ukraine – Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Stadt Charkiw am Wochenende ist eine Mitarbeiterin der Caritas Ukraine ums Leben gekommen. Nach Angaben der Hilfsorganisation wurde ihr Haus vollständig zerstört und ihr zehnjähriger Sohn verletzt.
Oliver Müller, Leiter von Caritas international, zeigte sich tief betroffen über den Tod der Kollegin. Die Frau war als Sozialarbeiterin im Bereich medizinischer Hilfe tätig und musste 2022 aus ihrer Heimatstadt Wotschansk nach Charkiw fliehen. Sie leistete dort seitdem Unterstützung für Betroffene des Krieges.
"Dieser unerbittliche Krieg stoppt vor niemandem", erklärte Müller und betonte, dass auch Caritas-Mitarbeiter täglich Gefahren ausgesetzt seien. Die Angriffe Russlands auf zivile Infrastruktur setzen sich fort; so wurde laut Berichten am 26. Juli die letzte funktionierende Tankstelle in Charkiw zerstört.
In einem weiteren Vorfall kam ein Mitarbeiter der ukrainischen Eisenbahn bei einem russischen Drohnenangriff im Gebiet Donezk ums Leben. Zwei weitere Eisenbahner wurden verletzt, als sie beschädigte Infrastruktur reparierten.