Katastrophenanleihen bieten Diversifizierung und stabile Renditen
Eine Analyse von Man Group hebt hervor, dass Katastrophenanleihen, auch „Cat Bonds“ genannt, Anlegern stabile Erträge bei geringerer Volatilität und niedriger Korrelation zu traditionellen Anlageklassen bieten.

Der Vermögensverwalter Man Group PLC hat eine Analyse über den wachsenden Markt und die Bedeutung von Katastrophenanleihen, bekannt als „Cat Bonds“, veröffentlicht. Der Bericht unterstreicht, dass diese Instrumente Anlegern Möglichkeiten zur Portfoliodiversifizierung und stabile Erträge bieten und gleichzeitig das globale Risikomanagement unterstützen.
Cat Bonds sind verbriefte Versicherungsrisiken. Sie übertragen spezifische Ereignisrisiken, wie Naturkatastrophen (Hurrikane, Erdbeben) oder Gesundheitsrisiken (Pandemien), von Versicherern oder Rückversicherern auf Anleger. Der Markt wird derzeit auf rund 45 Milliarden US-Dollar an ausstehenden öffentlichen Emissionen geschätzt.
Laut Man Group bieten Cat Bonds typischerweise erträge ähnlich wie Aktien, jedoch mit geringerer Volatilität. Ihre Korrelation mit traditionellen Finanzanlagen wie Aktien und Anleihen ist niedrig, was sie zu einem attraktiven Diversifizierungsinstrument macht. Häufig verwendete Auslöser sind parametrische Auslöser, die auf physikalischen Messungen wie Windgeschwindigkeit oder Erdbebenmagnitude basieren. Diese ermöglichen schnellere Auszahlungen und sind besonders vorteilhaft in Entwicklungsländern, in denen die Schadenregulierungsprozesse variieren können.
Der Bericht zeigt, dass die langfristigen Renditen von Cat Bonds historisch mit denen von Aktien vergleichbar waren, jedoch bei deutlich geringerem Risiko. Beispielsweise hat einer der im Bericht genannten Indizes seit seiner Einführung jährlich 7,2 % erzielt, bei einem geringeren maximalen Drawdown als Aktien. Korrelationsanalysen bestätigen, dass Cat Bonds weitgehend unabhängig von Konjunkturzyklen sind.
Der Markt für Cat Bonds hat in den letzten Jahrzehnten ein erhebliches Wachstum erfahren, und mehrere Länder bemühen sich nun, die Emission dieser versicherungsverbundenen Wertpapiere (ILS) auf ihre heimischen Märkte zu lenken.