Cellectis entwickelt "smarte" CAR T-Zellen für verbesserte Krebstherapien
Cellectis hat eine neue Generation von CAR T-Zellen entwickelt, die das Tumormikroumfeld erkennen und therapeutische Proteine lokal sezernieren können. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Wirksamkeit und Sicherheit von Behandlungen zu verbessern.

Das biopharmazeutische Unternehmen Cellectis hat eine Forschungsarbeit veröffentlicht, die eine neuartige CAR T-Zell-Technologie beschreibt. Diese "smarten" T-Zellen wurden genetisch so modifiziert, dass sie die Tumormikroumgebung erkennen und therapeutische Proteine gezielt in den betroffenen Bereich absondern können.
Die lokalisierte Proteinfreisetzung soll die krebsbekämpfenden Fähigkeiten der T-Zellen verbessern und gleichzeitig das Risiko systemischer Nebenwirkungen potenziell reduzieren. Die Studie nutzte Genbearbeitungstechniken, um die TCRα-, CD25- und PD1-Gene neu zu verdrahten. Dies ermöglicht es den CAR T-Zellen, das pro-inflammatorische Zytokin IL-12 zeit- und tumorabhängig abzusondern.
Cellectis Chief Scientific Officer, Philippe Duchateau, beschrieb die modifizierten Zellen als "präzise und leistungsstarke Mikroroboter", die IL-12 gezielt an Krebszellen abgeben können. Ziel ist es, die Toxizität systemischer IL-12-Injektionen zu vermeiden und gleichzeitig die Aktivität der CAR T-Zellen zu steigern. Diese Technologie könnte den Weg für sicherere und effektivere CAR T-Zell-Behandlungen ebnen.
Das Unternehmen gibt an, dass dieser Proof-of-Concept, der auf der TALEN®-Genbearbeitungstechnologie von Cellectis basiert, einen bedeutenden Schritt in Richtung CAR T-Zellen der nächsten Generation darstellt. Die gentechnisch veränderten T-Zellen können ihre Mikroumgebung gezielt und reguliert wahrnehmen und umgestalten, was eine bessere Kontrolle über potente Therapien ermöglicht und das Risiko von Off-Target-Effekten auf gesundes Gewebe minimiert. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.