Zentralbanken prüfen Auswirkungen von Digitalwährungen und Stablecoins
Auf dem Global Fintech Festival diskutierten Zentralbanker die Auswirkungen von digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) und Stablecoins auf die geldpolitische und zahlungsmäßige Souveränität. Grenzüberschreitende digitale Zahlungen werfen besondere Bedenken auf.

Auf dem Global Fintech Festival diskutierten Zentralbanker die Auswirkungen von digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) und Stablecoins auf die nationale Souveränität und Zahlungssysteme. Dr. Barendra Kumar Bhoi, ehemaliger Hauptberater für Geldpolitik bei der indischen Reserve Bank of India (RBI), betonte, dass technologische Innovationen die nationale Souveränität nicht untergraben dürfen.
Bhoi hob hervor, dass die schnelle, nahezu augenblickliche grenzüberschreitende Bewegung von digitalem Geld erhebliche Herausforderungen für die Effektivität der Geldpolitik darstellt. Private Stablecoins könnten heimische Währungen verdrängen, die Rolle des Bankensystems schwächen und zu einer "digitalen Dollarisation" führen, ein Risiko, vor dem die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) bereits gewarnt hat.
Tom Mutton von der Bank of England stellte den Ansatz des Vereinigten Königreichs vor, der sich auf die Integration neuer Zahlungsmethoden konzentriert, ohne das monetäre System zu fragmentieren. Ziel ist es, sicherzustellen, dass alle Formen von Sterling-Geld einen konsistenten Wert und Interoperabilität beibehalten, was seiner Meinung nach Marktmacher und die Entwicklung tokenisierter Bankeinlagen erfordern würde.
Marco Massarenti von der Europäischen Zentralbank (EZB) betonte die Bedeutung grenzüberschreitender Zahlungsverbindungen. Er skizzierte die Initiativen der EZB, einschließlich bilateraler Abkommen mit Ländern wie Indien und die Teilnahme am multilateralen Projekt Nexus, mit dem Ziel, Netzwerkeffekte zu schaffen, die die regionale Integration unterstützen und die internationale Rolle des Euro stärken.