Vorstandsvorsitzende in Niedriglohn-S&P-500-Unternehmen verdienen 615-mal mehr als ihre Angestellten
Ein neuer Bericht zeigt, dass die Gehälter von CEOs in S&P 500-Unternehmen mit den niedrigsten Medianlöhnen für Mitarbeiter nun 615-mal höher sind als die ihrer Angestellten.

Eine neue Studie des Institute for Policy Studies (IPS) deckt eine erhebliche Gehaltslücke zwischen den Vorstandsvorsitzenden und den Angestellten von S&P 500-Unternehmen auf. Der Bericht "Executive Excess" analysiert 100 Unternehmen, die als die mit den niedrigsten Medianlöhnen für ihre Mitarbeiter identifiziert wurden.
Die Kluft zwischen der Vergütung von CEOs und Angestellten hat sich deutlich vergrößert. Zwischen 2019 und 2025 stieg die durchschnittliche Vergütung von CEOs in dieser Gruppe um 41,4 Prozent, während die durchschnittliche Medianlohnzahlung für Angestellte nur um 20,7 Prozent zunahm. Im Jahr 2025 erreichte die durchschnittliche CEO-Vergütung 17,5 Millionen US-Dollar, bei einem Medianlohn von 36.571 US-Dollar für Angestellte.
Der Bericht hebt hervor, dass das Wachstum der CEO-Vergütung die Inflation übertroffen hat, die im gleichen Zeitraum bei 25,9 Prozent lag. Dies deutet auf einen Rückgang der Reallöhne für diese Arbeitnehmer hin. IPS kritisiert außerdem die umfangreichen Aktienrückkaufprogramme der Unternehmen und argumentiert, dass die Milliarden, die für den Rückkauf von Aktien ausgegeben werden, stattdessen für Lohnerhöhungen der Mitarbeiter verwendet werden könnten.
Darüber hinaus weist der Bericht auf das Schweigen der Unternehmensleitungen angesichts der Herausforderungen hin, mit denen die Geringverdiener-Belegschaften konfrontiert sind. Dazu gehören erhebliche Kürzungen bei Sozialleistungsprogrammen wie Medicaid und SNAP sowie Einwanderungsbehörden, die gegen Mitarbeiter vorgegangen sind. Laut IPS haben die Unternehmensvorstände zu diesen Themen keine öffentlichen Stellungnahmen abgegeben, obwohl viele Angestellte auf solche Leistungen angewiesen sind.