Cerbo weitet KI-gestützte Dokumentation auf Videosprechstunden aus
Der Anbieter von elektronischen Patientenakten Cerbo ermöglicht es nun, während Videosprechstunden automatisch klinische Notizen durch KI zu erstellen.

Das Softwareunternehmen Cerbo hat sein KI-Tool „AI Scribe“ für die klinische Dokumentation auf digitale Patientengespräche erweitert. Die Anwendung zeichnet das Gespräch während einer Videosprechstunde auf und erstellt daraus einen strukturierten Notizentwurf, der direkt in die Patientenakte integriert wird.
Die neue Funktion ist mit den Telemedizin-Diensten von Cerbo sowie mit Zoom kompatibel. Ziel ist es, den administrativen Aufwand für Ärzte zu senken, da die Dokumentation oft erst nach den eigentlichen Sprechzeiten erfolgt. Durch die Automatisierung soll sichergestellt werden, dass die Dokumentation zeitnah abgeschlossen ist, ohne den Behandlungsfluss zu stören.
Produktchef Nishant Phadnis betonte, dass das System den Behandlern Zeit zurückgeben soll, damit diese sich stärker auf den Patienten konzentrieren können. Dabei bleibt die volle Kontrolle beim Mediziner: Jeder KI-generierte Entwurf muss vor der endgültigen Speicherung in der Patientenakte überprüft und manuell freigegeben werden.
Die Funktion ist für Bestandskunden ohne Zusatzkosten verfügbar. Das Unternehmen, das auf die Betreuung unabhängiger, privatärztlicher Praxen spezialisiert ist, reagiert damit auf den steigenden Bedarf an effizienteren Arbeitsabläufen in der ambulanten Versorgung.