CERT-In warnt vor KI-gestützten Cyberangriffen auf den indischen Finanzsektor
Die indische Cybersicherheitsbehörde warnt vor einer Serie von Angriffen, bei denen KI-Tools genutzt werden, um Zahlungsschnittstellen von Banken und Finanzdienstleistern zu kompromittieren.

Das Indian Computer Emergency Response Team (CERT-In) hat eine dringende Warnung vor einer Zunahme KI-gestützter Cyberangriffe auf den Banken- und Finanzsektor herausgegeben. Die als 'CRAFTY FALCON' identifizierte Gruppierung nutzt automatisierte Verfahren, um Schwachstellen in Zahlungs-APIs zu finden und unbefugte Finanztransfers durchzuführen.
Die Angreifer setzen dabei auf öffentlich zugängliche KI-Frameworks wie PentAGI und CyberStrikeAI, die es ermöglichen, komplette Angriffsketten autonom auszuführen und ihre Schadcodes in Echtzeit an die Verteidigungsmaßnahmen der Zielsysteme anzupassen. Laut der Behörde werden Angriffe gezielt auf Zeiträume wie Wochenenden oder Feiertage gelegt, um die Reaktionszeit der Sicherheitsteams zu verlängern.
CERT-In zeigt sich besorgt über die Hartnäckigkeit der Angriffe. Mehrere Organisationen seien trotz vorheriger Sicherheitshinweise erneut attackiert worden, was teilweise auf unvollständige Behebung von Sicherheitslücken zurückzuführen sei. Die Behörde fordert die Finanzdienstleister auf, die bereitgestellten Detektionsregeln umgehend zu implementieren.
Zudem meldete CERT-In Schwachstellen in den Fahrzeug-Apps iRA 2.0 und iRA.ev von Tata Motors. Aufgrund von hartkodierten Zugangsdaten und unzureichender API-Absicherung könnten Unbefugte Zugriff auf sensible Informationen erhalten. Nutzer sind angehalten, ihre Anwendungen sofort auf die neuesten Versionen zu aktualisieren.