Chalmers-Technologie visualisiert verborgene Tumore in Echtzeit
Forscher der Technischen Hochschule Chalmers haben ein AR-System entwickelt, das Chirurgen während laparoskopischer Eingriffe hilft, versteckte Tumore präzise zu lokalisieren.

Ein interdisziplinäres Team der Technischen Hochschule Chalmers und des Sahlgrenska Universitätskrankenhauses hat ein System auf Basis von Augmented Reality (AR) vorgestellt, das die chirurgische Präzision bei Eingriffen an der Leber erhöhen soll. Die Technik projiziert eine 3D-Darstellung von Tumoren in das Live-Kamerabild des Chirurgen, um eine navigierte Operation zu ermöglichen.
Das System nutzt einen QR-Code-Marker, der auf der Organoberfläche angebracht wird und als Referenzpunkt dient. Durch die Verknüpfung von präoperativen Bilddaten mit der aktuellen Kameraposition kann das System die anatomischen Strukturen in Echtzeit einblenden. Nach einer erfolgreichen Erstanwendung im Juni 2026 bereiten die Entwickler nun weitere Schritte zur klinischen Validierung vor.
Das Projekt wird über das Unternehmen Navari Surgical vorangetrieben, um die notwendigen regulatorischen Zulassungen zu erhalten. Ziel ist es, die Technologie langfristig auf weitere laparoskopische Eingriffe auszuweiten. Internationale Studien in Kooperation mit Krankenhäusern in Oslo und Washington sind bereits in Planung, um die breitere Anwendbarkeit der mathematischen Modelle in der Chirurgie zu prüfen.