Chalmers erhält 100 Millionen SEK für Forschung zur fortschrittlichen Digitalisierung
Die Chalmers Universität für Technologie erhält 100 Mio. SEK für zwei Forschungsprojekte im Bereich der fortschrittlichen Digitalisierung. Die Projekte zielen darauf ab, Compliance-Prozesse zu automatisieren und datengesteuerte Produktentwicklung zu etablieren, um die Wettbewerbsfähigkeit der schwedischen Industrie zu stärken.

Die Chalmers Universität für Technologie (Chalmers University of Technology) erhält 100 Millionen Schwedische Kronen (ca. 9,5 Millionen Euro) für zwei Forschungsprojekte im Bereich der fortschrittlichen Digitalisierung. Die Fördermittel unterstützen Arbeiten zur automatisierten Compliance und zur datengesteuerten Produktrealisierung.
Das Department of Computer Science and Engineering erhält 48 Millionen SEK für das Projekt „Continuous Compliance“. Diese Initiative wird einen neuen Ansatz zur Automatisierung der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften über den gesamten Lebenszyklus von Software- und KI-intensiven Systemen entwickeln. Durch die Integration von KI mit moderner digitaler Infrastruktur zielt das Projekt auf kontinuierliche Überwachung und automatisierte Nachweiserstellung für die Compliance ab.
„Die Fähigkeit, kontinuierlich zu bewerten, ob ein System Vorschriften, Standards und Unternehmensrichtlinien einhält – sowohl während der Entwicklung als auch im Betrieb – wird transformativ sein“, erklärte Professor Eric Knauss. „Compliance sollte nicht als Hindernis, sondern als Ermöglicher betrachtet werden, der Best Practices und Wissen direkt in die Software- und KI-Entwicklung einbringt.“
Getrennt davon erhalten das Department of Mechanical Engineering, das Department of Electrical Engineering und das Fraunhofer FCC 53 Millionen SEK für das Projekt „DRIVE PR – Data-Driven Product Realisation“. Dieses Projekt zielt darauf ab, durch die Integration fortschrittlicher digitaler Infrastruktur, einschließlich 5G/6G-Konnektivität, KI-gestützter Datenverarbeitung und physikbasierter Simulation, eine vollständige datengesteuerte Produktrealisierung zu erreichen. Ein Hauptziel ist die Reduzierung der Kosten, die mit Unsicherheit, Variation und Risiko verbunden sind, um 50 Prozent.
Diese Projekte, die im Rahmen des Programms „Advanced Digitalisation“ von Vinnova gefördert werden, sollen die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der schwedischen Industrie durch die Nutzung modernster digitaler Technologien in der Produktentwicklung und Fertigung erheblich steigern.