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Wissenschaft

Chalmers Universität will unsichtbare Arbeit stärker werten

Die Chalmers University of Technology prüft Wege zur Aufwertung der akademischen Bürgerschaftsarbeit, einschließlich der Betreuung von Studenten, der Entwicklung des Arbeitsumfelds und der Unterstützung von Kollegen. Diese Tätigkeiten werden derzeit in der akademischen Welt unterbewertet und unzureichend belohnt.

3. Juni 2026
Chalmers Universität will unsichtbare Arbeit stärker werten
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Die Chalmers University of Technology untersucht derzeit die Auswirkungen der sogenannten akademischen Bürgerschaftsarbeit – Tätigkeiten, die oft unbemerkt und unbelohnt bleiben, obwohl sie für das Funktionieren der Universität von entscheidender Bedeutung sind.

Forschungen von Postdoc Bri Gauger an der Abteilung für Architektur und Bauingenieurwesen der Chalmers zeigt, dass Aufgaben wie die Betreuung von Studenten, die Entwicklung des Arbeitsumfelds und die Unterstützung von Kollegen zwar entscheidend für die akademische Atmosphäre sind, jedoch Zeit von Aktivitäten wie Veröffentlichungen und der Einwerbung von Forschungsgeldern abziehen, die in der akademischen Karriereentwicklung einen höheren Stellenwert haben.

Gauger argumentiert, dass das Ungleichgewicht zwischen akademischer Bürgerschaft und anderen Verantwortlichkeiten problematisch ist. Studien deuten darauf hin, dass Frauen und Minderheitengruppen tendenziell mehr Zeit für diese unterbewerteten Pflichten aufwenden. Dies kann den Karrierefortschritt von Forschern am Anfang ihrer Laufbahn behindern, selbst wenn die Universität bestrebt ist, solches Personal zu gewinnen und zu halten.

Im Jahr 2021 nahm Chalmers die akademische Bürgerschaft als Bewertungskriterium in seine Ernennungsverordnungen für Lehr- und Forschungspersonal auf. Gauger betont jedoch, dass dies nur ein erster Schritt ist, und hebt die Notwendigkeit struktureller und kultureller Veränderungen hervor, um sicherzustellen, dass diese Arbeit bei Rekrutierungen und Beförderungen wirklich wertgeschätzt und belohnt wird.

Die Universität plant, im Frühjahr 2024 eine Strategie namens „Academic citizenship recognition strategy“ umzusetzen, um das Bewusstsein zu schärfen und sicherzustellen, dass Leistungen im Bereich der akademischen Bürgerschaft anerkannt und angemessen gewürdigt werden. Durch die Ausweitung der Studie auf weitere Abteilungen und die Zusammenarbeit mit der zentralen Universitätsverwaltung sollen verallgemeinerbare Lösungen gefunden werden, die die Arbeitszufriedenheit, das Arbeitsumfeld und die Forschungsergebnisse verbessern und Chalmers zu einem attraktiveren Arbeitsplatz machen.

Originalquelle: chalmers.se