Changan Automobile weist Vorwürfe des "Battery Locking" zurück
Changan Automobiles Executive Vice President Yang Dayong hat angeblichen Praktiken der künstlichen Begrenzung von Elektroauto-Batterieleistungen widersprochen. Er betonte die 164-jährige Unternehmensgeschichte, die auf Ehrlichkeit basiert.

Changan Automobiles Executive Vice President Yang Dayong erklärte am Donnerstag, dass das Unternehmen niemals "Battery Locking"-Praktiken für seine Elektrofahrzeuge angewendet habe. "Wir haben das Battery Locking niemals in internen Besprechungen thematisiert, und kein Leiter hat jemals danach verlangt", sagte Yang gegenüber Medienvertretern.
Yang hob die 164-jährige Geschichte von Changan Automobile hervor und betonte, dass das Unternehmen stets pragmatisch agiere. Er wies darauf hin, dass solche Praktiken "endlose Probleme" verursachen würden und das Unternehmen stattdessen "Technologie, Versprechen und Service" zur Lösung von Problemen einsetze.
Die Problematik der durch Over-the-Air (OTA) Updates künstlich begrenzten Batterieleistung von Elektrofahrzeugen hat erhebliche öffentliche Aufmerksamkeit erregt. Bis März 2026 verzeichnete die chinesische Verbraucherbeschwerdeplattform 12315 über 12.000 Beschwerden im Zusammenhang mit "Battery Locking" durch OTA-Updates, was einem Anstieg von 273 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Unter "Battery Locking" versteht man die Praxis, bei der Autohersteller die Parameter des Batteriemanagementsystems durch OTA-Updates ohne ausdrückliche Zustimmung des Verbrauchers fernsteuern, um die Ladekapazität oder die Leistungsabgabe zu begrenzen. Dies kann zu einer reduzierten Reichweite und langsameren Ladezeiten führen. Als Reaktion darauf haben das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie und die staatliche Verwaltung für Marktaufsicht im März 2026 gemeinsame Leitlinien herausgegeben, die solche Praktiken durch Software-Updates verbieten.