📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Wissenschaft

Chariklos Ringe zeigen Dichteänderungen über ein Jahrzehnt

Das James-Webb-Weltraumteleskop hat Veränderungen in den Ringen um den Zwergplaneten Chariklo beobachtet. Ein Ring ist dichter geworden, während ein anderer fast verschwunden ist.

19. September 2026
Chariklos Ringe zeigen Dichteänderungen über ein Jahrzehnt

Astronomen haben über das letzte Jahrzehnt signifikante Veränderungen in den Ringen des Zwergplaneten Chariklo dokumentiert. Beobachtungen mit dem James-Webb-Weltraumteleskop zeigen, dass einer der beiden bekannten Ringe von Chariklo erheblich dichter geworden ist, während der andere fast vollständig verschwunden ist.

Chariklo, ein Körper mit einem Durchmesser von etwa 250 Kilometern, der zwischen Saturn und Uranus kreist, wurde erstmals 2013 mit Ringen in Verbindung gebracht. Die Entdeckung während einer Sternbedeckung legte zwei schmale Ringe frei und stellte die langjährige Annahme in Frage, dass Ringe nur riesigen Planeten eigen sind. "Es war eine Überraschung", bemerkte Pablo Santos-Sanz, ein Astronom, der an der ursprünglichen Entdeckung beteiligt war.

Forscher, darunter Santos-Sanz, sagten eine weitere Sternbedeckung durch Chariklo voraus und nutzten das James-Webb-Weltraumteleskop, um neue Daten zu sammeln. Die Technik beinhaltet die Beobachtung der Lichtabschwächung, wenn das Objekt vor einem Stern vorbeizieht, was Details über das Objekt und seine Umgebung offenbart. Die jüngsten Beobachtungen deuten auf eine Verdichtung eines Rings und eine nahezu vollständige Auflösung des anderen hin.

Die Gründe für diese dynamischen Veränderungen sind noch unklar. Wissenschaftler arbeiten daran, die Zusammensetzung des Ringmaterials und die Faktoren, die ihre Langlebigkeit beeinflussen, zu verstehen. Die Untersuchung solcher Phänomene bei entfernten, kleinen Himmelskörpern ist technisch anspruchsvoll, bietet aber entscheidende Einblicke in die Entstehung und Entwicklung von Planetensystemen.

Originalquelle: arstechnica.com