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Gesundheit

Kindersterblichkeit unter 5 Jahren stagniert

Die globale Kindersterblichkeit unter fünf Jahren hat sich deutlich verlangsamt. Im Jahr 2024 starben schätzungsweise 4,9 Millionen Kinder unter fünf Jahren, wobei die Fortschritte bei der Kinderüberlebensrate seit 2015 ins Stocken geraten sind.

9. Juni 2026
Kindersterblichkeit unter 5 Jahren stagniert

Die weltweite Kindersterblichkeit unter fünf Jahren stagniert laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Im Jahr 2024 starben schätzungsweise 4,9 Millionen Kinder unter fünf Jahren, was einem Todesfall alle sechs Sekunden entspricht. Obwohl die Sterblichkeitsrate für Kinder unter fünf Jahren seit dem Jahr 2000 um mehr als die Hälfte gesunken ist, hat sich die Verlangsamung der Fortschritte seit 2015 deutlich beschleunigt.

Die Situation ist besorgniserregend, da die Mehrheit der Todesfälle auf vermeidbare Ursachen zurückzuführen ist. Neugeborenen-Todesfälle, d. h. während der ersten 28 Lebenstage, machten 2,3 Millionen Todesfälle aus, was 47 % aller Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren entspricht. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, die Gesundheitsversorgung für Mütter, Neugeborene und Kinder zu verbessern.

Regionale Ungleichheiten bei der Kinderüberlebensrate sind erheblich. Über 80 % aller Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren ereigneten sich in Subsahara-Afrika und Südasien, obwohl diese Regionen für weniger als 60 % der weltweiten Lebendgeburten verantwortlich sind. Kinder, die in Subsahara-Afrika leben, haben ein fast 14-mal höheres Risiko als Kinder in Europa und Nordamerika.

Das höchste Risiko für Sterblichkeit bei Kindern unter fünf Jahren ist auf einige wenige Länder in Subsahara-Afrika konzentriert. Kinder aus den ärmsten Haushalten, aus ländlichen Gebieten und Kinder von Müttern mit geringer Bildung sind am stärksten gefährdet. Wenn die aktuellen Trends anhalten, prognostiziert die WHO, dass zwischen 2025 und 2030 über 27 Millionen Kinder sterben werden, bevor sie ihren fünften Geburtstag erreichen.

Die Beendigung vermeidbarer kindlicher Todesfälle erfordert die Stärkung der Gesundheitssysteme, insbesondere der Dienste für Mütter-, Neugeborenen- und Kindergesundheit. Zugang zu qualifiziertem Gesundheitspersonal bei der Geburt und qualitativ hochwertige Neugeborenenversorgung sind entscheidend, ebenso wie verbesserte Prävention und Behandlung von Lungenentzündung, Durchfall und Malaria. Verbesserungen bei Ernährung, Wasser und sanitären Einrichtungen sind ebenfalls unerlässlich.

Originalquelle: who.int