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Gesundheit

Universitätsklinikum Philadelphia erhöhte die Mitverschreibung von Naloxon bei Opioidrezepten signifikant

Das Children's Hospital of Philadelphia (CHOP) hat die gleichzeitige Verschreibung von Naloxon bei ambulanten Opioidrezepten erheblich gesteigert. Eine Initiative erhöhte die Naloxon-Abdeckung von unter 3 % auf über 80 % innerhalb eines Jahres.

14. Juli 2026
Universitätsklinikum Philadelphia erhöhte die Mitverschreibung von Naloxon bei Opioidrezepten signifikant

Das Children's Hospital of Philadelphia (CHOP) hat eine umfassende Initiative implementiert, die die gleichzeitige Verschreibung von Naloxon bei der Entlassung von Patienten mit Opioidrezepten signifikant erhöht hat. Zuvor erhielten weniger als 3 % der Patienten auch Naloxon. Nach Einführung des neuen Programms liegt dieser Wert nun bei über 80 %, wie eine in The Journal of Pediatrics veröffentlichte Studie zeigt. Ziel ist die Reduzierung von Opioidüberdosierungsrisiken.

Ein multidisziplinäres Team am CHOP, bestehend aus Ärzten, Apothekern und Pflegekräften, entwickelte einen standardisierten Ansatz, der in das elektronische Patientenaktensystem (EHR) integriert wurde. Dies wurde durch Schulungsmaßnahmen für medizinisches Fachpersonal, Patienten und deren Familien ergänzt. Ziel war es sicherzustellen, dass alle Kinder und Jugendlichen, die ambulante Opioide erhalten, auch Naloxon, ein lebensrettendes Medikament bei Überdosierungen, erhalten.

Die Initiative, Teil des EMPOWER-Programms des Krankenhauses, hat die Praktiken zur sicheren Opioidverwendung deutlich verbessert. Während frühere Studien eine geringe Naloxon-Anwendung bei Säuglingen und Kindern unter fünf Jahren zeigten, sind Kinder und Jugendliche, die Opioide für längere Behandlungsperioden erhalten, einem erheblichen Risiko ausgesetzt. Die Aufnahme von Naloxon in die Rezeptlisten ist ein entscheidender Schritt zur Erhöhung der Sicherheit pädiatrischer Patienten und entspricht den Empfehlungen der U.S. Food and Drug Administration (FDA).

Die Studie ergab, dass Stigmatisierung und Medikamentenkosten weiterhin Hürden darstellten, dennoch wurden fast 60 % der Rezepte über die eigenen Apotheken des CHOP abgerechnet. Im Rahmen der Initiative wurde auch der Zugang zu erschwinglichen Medikamenten durch ein staatliches Rabattprogramm verbessert, das zuvor nur Erwachsenen zur Verfügung stand. Das CHOP betrachtet diesen Rahmen als skalierbares Modell für ein sichereres Opioidmanagement in anderen Kinderkrankenhäusern.

Originalquelle: prnewswire.com