China: 77.000 wegen Online-Kriminalität im ersten Halbjahr 2026 angeklagt
Chinas Oberste Volksstaatsanwaltschaft gab bekannt, dass im ersten Halbjahr 2026 77.000 Personen wegen online begangener Straftaten angeklagt wurden. Davon betrafen 32.000 Fälle Telekommunikations- und Online-Betrug.

Chinas Oberste Volksstaatsanwaltschaft (Supreme People's Procuratorate) hat die Anklageerhebung gegen 77.000 Personen wegen online begangener Straftaten im ersten Halbjahr 2026 gemeldet. Davon entfielen 32.000 Anklagen spezifisch auf Telekommunikations- und Online-Betrug.
Landesweit genehmigten Staatsanwaltschaften im Berichtszeitraum 312.000 Verhaftungen und erhoben öffentliche Anklage in 603.000 Fällen. Dies entspricht einem Rückgang der Verhaftungen um 4,4 % und der Anklagen um 11,5 % im Vergleich zum Vorjahr.
Die Staatsanwaltschaften waren aktiv an Kampagnen zur Bekämpfung von Cyberkriminalität beteiligt, darunter Online-Gewalt, Verbreitung von Gerüchten und Erpressung. Auch bei der Verletzung personenbezogener Daten von Bürgern gab es 2.641 Anklagen.
Neben der Cyberkriminalität betonten die Behörden die Stärkung des gerichtlichen Schutzes von geistigem Eigentum, insbesondere in aufstrebenden Bereichen wie künstlicher Intelligenz und Biotechnologie. Dies führte zu 7.500 Anklagen wegen Verletzung von Rechten des geistigen Eigentums.