China geht gegen Online-Rufmord in der Autobranche vor: Über 9000 Konten gesperrt
Chinesische Behörden haben gegen Online-Inhaltsersteller vorgegangen, die Falschinformationen und schädliche Gerüchte in der Automobilindustrie verbreitet haben. Über 9000 Konten wurden im Rahmen einer Kampagne zur Bereinigung des digitalen Raums gesperrt.

Chinesische Behörden haben eine umfassende Kampagne gegen Online-Inhaltsersteller gestartet, die Falschinformationen und schädliche Praktiken in der Automobilindustrie verbreitet haben. Die Initiative führte zur Sperrung von über 9000 Konten und zur Entfernung erheblicher Mengen problematischer Inhalte.
Die im Juni in Shanghai gestartete Kampagne zielt auf vier Hauptprobleme ab: absichtliche Diskreditierung des Marktes, Fehlinterpretation von Richtlinien, nicht konforme Marketingtaktiken und Anstiftung zu irrationalen Verbraucheraktionen. Untersuchungen ergaben, dass diese Probleme weit verbreitet sind und oft koordinierte Anstrengungen mehrerer Entitäten beinhalten.
Wu Hongming, stellvertretender Direktor der Abteilung für Rechtsaufsicht im Netz der Shanghaier Stadtverwaltung für Cyberspace, erklärte, dass automobilbezogene Online-Inhalte zunehmend "professionalisiert, gruppenorientiert und industrialisiert" geworden seien. Er wies darauf hin, dass viele Inhaltsersteller komplexe und irreführende Sprache verwenden, um der behördlichen Kontrolle zu entgehen, was es für Behörden und Plattformen schwierig macht, Wahrheit von Falschheit zu unterscheiden.
Bisher wurden im Rahmen der Kampagne über 91.000 illegale und unerwünschte Online-Informationen gelöscht. Die Behörden hoben einen Fall hervor, in dem eine Person, die sich ohne entsprechende Zulassung als Journalist ausgab, wiederholt falsche negative Berichte über eine Wartungsplattform für Autos veröffentlichte. Dieses Konto wurde inzwischen gesperrt.
Die Razzia unterstreicht, dass der Online-Raum rechtlicher Aufsicht unterliegt und journalistische Aktivitäten spezifische Lizenzen erfordern. Unternehmen wird geraten, Beweise für mögliche Erpressungsversuche zu sichern und rechtliche Kanäle für Abhilfe zu nutzen. Regulierungsbehörden haben auch Treffen mit Brancheninteressengruppen abgehalten, um die Einhaltung der Richtlinien zur Informationsverbreitung zu verstärken.