China erweitert Anwendung von Nukleartechnologien mit Marktpotenzial von 400 Milliarden Yuan
China diversifiziert die Nutzung von Kernenergie in den Bereichen Industrie und Medizin. Das jährliche wirtschaftliche Volumen der Nukleartechnologie-Anwendungen soll 400 Milliarden Yuan erreichen.

China treibt die Integration von Nukleartechnologien in neue Anwendungsfelder voran, um die Effizienz der Energieinfrastruktur zu steigern. Neben der reinen Stromerzeugung fokussiert sich das Land zunehmend auf die industrielle Dampfversorgung, Fernwärme sowie die Produktion medizinischer Radioisotope.
Ein zentrales Projekt ist die Anlage in Xuwei, Lianyungang, welche die dritte und vierte Generation der Reaktortechnologie kombiniert. Mit dem Hochtemperaturreaktor 'Chilong No. 1' wird erstmals in großem Maßstab industrieller Dampf für petrochemische Anlagen bereitgestellt. Dies unterstreicht den Übergang der heimischen vierten Generation der Reaktortechnologie in die kommerzielle Anwendungsphase.
Zusätzlich tragen nukleare Anlagen zunehmend zur Versorgung der Bevölkerung bei. Das Kernkraftwerk Hongyanhe beliefert Anwohner mit Fernwärme, während der Standort Qinshan die Produktion von Isotopen wie Lutetium-177 und Yttrium-90 aufgenommen hat. Diese Stoffe schließen eine Versorgungslücke bei der Herstellung zielgerichteter Krebstherapeutika.
Branchenexperten und offizielle Berichte prognostizieren für die Nukleartechnologie-Anwendungen einen jährlichen direkten wirtschaftlichen Ertrag von 400 Milliarden Yuan. Bei einer weiteren Skalierung in den Industrie- und Gesundheitssektoren wird langfristig ein Marktvolumen im Billionen-Yuan-Bereich erwartet.