China leitet neue Regulierungsrunde für Mikro-Drama-Serien ein
Die chinesische Rundfunkbehörde NRTA hat eine zweimonatige Sonderprüfung der Mikro-Drama-Branche gestartet, um gegen minderwertige Inhalte und KI-Missbrauch vorzugehen.
Die staatliche chinesische Verwaltung für Rundfunk und Fernsehen (NRTA) hat zum 1. November eine zweimonatige Regulierungsphase für die Mikro-Drama-Industrie eingeleitet. Ziel der Maßnahme ist es, die Qualität der Produktionen zu sichern und insbesondere den Missbrauch von KI-Technologien bei der Inhaltserstellung zu unterbinden.
Der Fokus der Untersuchung liegt auf zwei Kernbereichen: der inhaltlichen Gestaltung und der Verbreitung. Die Behörden verstärken ihre Anstrengungen, um minderwertige oder schädliche Inhalte wie Extremismus, verletzende Darstellungen ethischer Normen oder illegale Praktiken zu entfernen. Ein wesentlicher Punkt ist die Regulierung von KI-generierten Inhalten, bei denen verstärkt die unbefugte Nutzung von Gesichtern oder Stimmen (Deepfakes) zur Verbreitung von Inhalten genutzt wird.
Im Bereich der Verbreitung wird gegen irreführende Marketingpraktiken vorgegangen, bei denen Inhalte unter geänderten Titeln erneut veröffentlicht werden. Plattformbetreiber sind zudem dazu angehalten, ihre Empfehlungsalgorithmen anzupassen, um die Dominanz gleichförmiger und qualitativ minderwertiger Produktionen auf den Startseiten zu reduzieren.
Bisher wurden in diesem Jahr bereits 75.000 regelwidrige Mikro-Dramen gelöscht und rund 1.500 Konten sanktioniert. Neben den Durchsetzungsmaßnahmen plant die Behörde, die Entwicklung hochwertiger Inhalte durch finanzielle Anreize und gezielte Förderung weiter voranzutreiben.