China startet internationales Kubsat-Programm für den Erd-Mond-Raum
China hat das "Internationale Erd-Mond-Kubsat-Konstellationsprogramm" gestartet, um Satelliten im Weltraum zwischen Erde und Mond zu positionieren. Ziel ist die Verbesserung der Überwachung der Weltraumumgebung und der Erforschung von Mondressourcen.

China hat offiziell das Internationale Erd-Mond-Kubsat-Konstellationsprogramm gestartet, das ein Satellitennetzwerk im Weltraum zwischen Erde und Mond aufbaut. Die Initiative, die auf der Internationalen Konferenz zur Erforschung des tiefen Weltraums (Tiandu) 2026 angekündigt wurde, zielt darauf ab, eine globale Lücke in der systematischen Beobachtung dieser Region zu schließen.
Das Programm sieht den Einsatz mehrerer kleiner Satelliten mit einem Gewicht von jeweils nicht mehr als 30 Kilogramm in verschiedenen Umlaufbahnen im Erd-Mond-Raum vor. Insgesamt 30 12U-Kubsat-Satelliten werden in sechs Phasen gestartet, wobei die vollständige Bereitstellung für etwa 2030 abgeschlossen sein soll.
Nach seiner Fertigstellung wird die Konstellation voraussichtlich die Erforschung des Erd-Mond-Raums von sporadischen Einzelpunktmessungen in ein vernetztes, kontinuierliches Beobachtungssystem überführen. Dies wird entscheidende Daten für die Sicherheit bemannter Mondmissionen und für Spitzenforschung zur Weltraumumgebung liefern.
Das Projekt wird gemeinsam vom Deep Space Exploration Laboratory und der International Society for Deep Space Exploration initiiert, mit Unterstützung der Asia-Pacific Space Cooperation Organization. Zu den wichtigsten Kooperationsprinzipien gehören gemeinsames Design, kostenlose Nutzlastunterbringung, geteilte Kosten und gemeinsamer Datenaustausch. Mehrere Länder, darunter Thailand, Serbien, Ägypten, Senegal und Indonesien, haben sich dem Programm bereits angeschlossen.