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Fertigung

Chinas Methanolpreise fallen: Schwache MTO-Nachfrage gleicht Lieferrisiken aus

Die Methanol-Futures in China schlossen im Mai bei 3.000 Yuan pro Tonne, ein Rückgang um 2,2 % gegenüber dem Vormonat, da die schwache Nachfrage aus dem Methanol-zu-Olefin-Sektor die Lieferrisiken im Nahen Osten ausgleicht.

18. Juni 2026
Chinas Methanolpreise fallen: Schwache MTO-Nachfrage gleicht Lieferrisiken aus

Die Methanol-Futures in China schlossen im Mai bei 3.000 Yuan pro Tonne, dem niedrigsten Stand seit März, was einem Rückgang von 2,2 % gegenüber dem Vormonat entspricht. Dieser Preisrückgang wird durch gegenläufige Marktkräfte beeinflusst: anhaltende Lieferrisiken in der Straße von Hormuz, die traditionell die Hälfte der Methanolimporte Chinas aus dem Iran betreffen, und eine deutlich reduzierte Nachfrage aus dem Methanol-zu-Olefin-Sektor (MTO).

Der MTO-Sektor, insbesondere Anlagen in Jiangsu und Zhejiang, hat aufgrund unrentabler Margen die Produktion reduziert oder vollständig eingestellt. Trotz erheblicher Lieferunterbrechungen im Nahen Osten, die normalerweise nach China fließen würden, ist die Inlandsnachfrage nicht Schritt gehalten, was zu einem Rückgang der Spotpreise führte. CFR-China-Ladungen sind in den Bereich von 320–350 US-Dollar pro Tonne gefallen, liegen aber immer noch über den Niveaus vor dem Konflikt.

Während traditionelle Verbrauchssektoren wie Formaldehyd, MTBE und Essigsäure widerstandsfähiger geblieben sind, haben gestiegene Methanolkosten zu einem starken Anstieg der Essigsäurepreise geführt. Dies schafft eine negative Rückkopplungsschleife, bei der hohe Methanolkosten die MTO-Nachfrage direkt reduzieren und somit kurzfristig die Methanolpreise unter Druck setzen.

Die aktuelle Preiskorrektur bietet eine potenzielle Kaufgelegenheit für Käufer von Essigsäure, Formaldehyd und Dimethylether, um Volumina für das dritte Quartal zu sichern. MTO-Betreiber und Hersteller von Derivaten sollten jedoch vorsichtig bleiben, da jede Eskalation der Spannungen im Nahen Osten oder ein Anstieg der Lagerbestände vor der Sommersaison das Angebot schnell verknappen könnte.

Originalquelle: procurementresource.com