China betreibt Rechenzentren mit sauberer Energie im Zuge des KI-Wachstums
Chinas Rechenzentrum-Kapazitäten wachsen rasant, angetrieben durch KI. Im Gegensatz zu den USA priorisiert China aktiv saubere Energiequellen für diese Einrichtungen als Teil einer nationalen Strategie.

Die Anzahl der Rechenzentren in China steigt rasant an, angetrieben durch die Nachfrage nach künstlicher Intelligenz (KI), ähnlich wie in den USA. China unternimmt jedoch erhebliche Anstrengungen, diese Einrichtungen im Rahmen einer breiteren nationalen Strategie mit sauberer Energie zu versorgen.
Spezifische Projekte unterstreichen dieses Engagement. So ist beispielsweise ein Rechenzentrum in der Inneren Mongolei an 200 Megawatt Windkraft, 100 Megawatt Solarkraft und 45 Megawatt Batteriespeicher angeschlossen. In einem Pilotprojekt in Qinghai wird ein Rechenzentrum vollständig über ein Solarmikronetz betrieben. Weiter nördlich bezieht eine weitere Anlage Strom aus 500 Megawatt Solarkraft und 1,5 Gigawatt Windkraft.
Im Rahmen von Chinas „East West Computing Strategy“ werden acht große Rechenzentrum-Hubs in Regionen mit reichlich erneuerbaren Energiequellen eingerichtet. Neue Rechenzentren innerhalb dieser Hubs müssen mindestens 80 % ihres Stroms aus sauberen Quellen beziehen. Darüber hinaus sieht ein im Mai veröffentlichter Aktionsplan der Regierung 29 Maßnahmen vor, um den Anteil sauberer Energie in Rechenzentren zu erhöhen.
Chinas nationaler Fünfjahresplan sieht bis 2030 den Aufbau eines umfassenden Systems für saubere Energie vor, das über Rechenzentren hinausgeht. Diese Initiative zielt darauf ab, die Energiesicherheit zu erhöhen und den Klimawandel anzugehen – eine bedeutende Aufgabe für ein Land, das weltweit die größten Treibhausgasemissionen verursacht. Das Land strebt eine Steigerung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien um 53 % bis 2030 an.
Rechenzentren stellen eine entscheidende Komponente von Chinas Energiezukunft dar. Schätzungen zufolge wird sich der Stromverbrauch des Landes für Rechenzentren bis 2030 mehr als verdoppeln, möglicherweise sogar verdreifachen. Obwohl dies nur einen Bruchteil des gesamten Strombedarfs Chinas ausmachen wird, stellt es ein erhebliches Wachstum dar. Chinas Vorteil liegt in seinen jahrzehntelangen Investitionen in den Aufbau von Kapazitäten für saubere Energie zur Versorgung seines Industriesektors, was es im Vergleich zu den USA, wo die Netzkapazität nicht Schritt gehalten hat, in eine vorteilhafte Position bringt, um neue Anforderungen zu erfüllen.